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Eine Fujitsu-Erfolgsgeschichte von Schraubenschlüsseln, Wasserkanistern und Daten
von Tassilo Markert-Mesters, Account Manager Bundeswehr & BWI bei Fujitsu

Die Bundesrepublik hat sich entschieden, den Flak- Panzer Gepard an die Ukraine zu liefern. Verzögerungen in der Verfügbarkeit von Wirkmitteln, so heißt es, haben die Einsatzbereitschaft aufgehalten. Die Corona-Pandemie und die Havarie im Sueskanal haben gezeigt, wie wichtig redundante Lieferketten sind. Das gilt für Streitkräfte umso mehr, zumal der Trend zur Lagerhaltung mit nur just in time verfügbaren Waren für das Szenario Landes- und Bündnisverteidigung nicht genügen. Eine komplette Abkehr von bedarfsabhängigem Nachschub ist aber nicht zu erwarten und würde auch die durchaus vorhandenen Vorteile aufheben.  Die Defence-Logistiklösungen von Fujitsu setzen deshalb auf ein hybrides Modell, in dem alle Aspekte der militärischen Logistikkette berücksichtigt werden – etwa durch Edgeware-gestütztes Asset-Tracking.

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Foto ©Reuters/Fabrizio Bensch

Edgeware: Sensornahe Sofortauswertung von Informationen

Streitkräfte setzen Asset-Tracking ein, um Ort und Stückzahlen zu ermitteln. Neben dem Logistikgut werden auch Lieferkettenumschlagplätze, Knotenpunkte in der Lagerhaltung, Routenverfügbarkeiten für Transportwege oder die Lieferfähigkeit von Zulieferern für eine Nachverfolgung in Echtzeit visualisiert. Umfang und Art der Informationen, die von den Sensoren aufgenommen werden sollen, sind flexibel und bauen auf vorhandene Infrastrukturen auf.  Ob Datenbanken, CCTV-Verkehrskameras, optronische Satellitenbilder, GPS-Daten oder Drucksensoren an Lkw-Verladerampen – die Möglichkeiten, Daten zu erheben, sind nahezu unbegrenzt. Unser Hybridansatz heißt „GlobeRanger“ und kombiniert vorhandene Informationen mit individuellen Anforderungen an das Logistikgut. So können sie Haltbarkeitszyklen oder Informationen über Abnutzungsintervalle erfassen und überwachen. Diese Technologie wird bereits sehr effektiv von der U.S. und der Royal Army für u. a. die folgenden Themenfelder genutzt:

Personalerfassung und Waffenbestand

Ja, auch Bewegungen von Soldaten im Feld und Nutzung/ Lagerung/Bestand von Handfeuerwaffen können via Edgeware visualisiert werden. Die Transparenz kann zum Beispiel mit der Aufnahme von Waffen und Munition beginnen und kann das durchgängige lückenlose Tracking von Munitionsbeständen auf Bataillons-, Kompanie- oder Zugebene vollautomatisiert umspannen, ohne dass händische Eingriffe notwendig sind. Die Führung kann mit einem Blick auf den Monitor die verfügbaren Ressourcen einsehen, wo die Einsatzkomponenten verortet sind.

Überwachung von Wettereinflüssen auf Wirkmittel

Durch die Überwachung von Umweltdaten können Rückschlüsse über die Einsatzbereitschaft der Wirkmittel getroffen werden. Die Daten unterscheiden sich oft erheblich von den Labordaten der Hersteller. Das führt zu fortschrittlicheren, zustandsabhängigen oder sogar präventiven Instandhaltungsvorhersagen. Der Edgeware-Einsatz ermöglicht es, Umweltdaten mit vordefinierten Grenzwerten und Passiv-Sensorik zu hinterlegen. So erfassen sie zum Beispiel, ob Munition größeren Temperaturschwankungen oder Luftfeuchtigkeit ausgesetzt war und daraus, ob ein Einsatz mit gewünschter Wirkung vorausgesetzt werden kann VOR dem Einsatz.

Zeitersparnis im täglichen Dienst

Wenn wir bedenken, wie viel Material sich bspw. auf einem Schützenpanzer befindet, können wir nur mutmaßen, wie viel Zeit die Besatzung bei der Fahrzeugübernahme, dem Betrieb und der Abgabe braucht, um die Vollzähligkeit der Ausrüstung zu prüfen. Diese Zeit fehlt dann im Einsatz oder Übungsbetrieb. Der Schraubenschlüssel, der es nach dem letzten Einsatz nicht mehr in die Ausstattung geschafft hat, der Wasser- oder Treibstoffkanister, der undicht geworden ist, bis hin zu den Tarnnetzgestängen – die gesamte Ausrüstung auf diesem Foto könnte beispielsweise mittels Asset-Tracking geortet und permanent auf Vollständigkeit in Echtzeit überprüft werden. Die Datenaufnahme für eine gesicherte Funktionsweise kann je nach Bedarf beispielsweise auf kostengünstigen RFID-Tags aufgebaut werden!

GlobeRanger nutzt RFID-Tags als passive Datensender, die ohne Stromversorgung funktionieren und sogar in Kleidungsstücken verarbeitet werden können. Wenn der RFID-Tag z. B. mehr als einen definierten Abstand vom Fahrzeug entfernt wird, erhält die Besatzung eine Meldung. Neben der Ortung können in einem RFID-Tag auch Datensätze hinterlegt werden, etwa wann Komponenten produziert wurden, welche Wartungszyklen bereits durchlaufen wurden und wann ein Austausch zu erfolgen hat. Die Einsätze sind vielfältig und die gewonnenen Daten bilden die notwendige Grundlage für weitere Digitalisierungsprojekte. 

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