Bayerischer Innovationspreis: Reiser H145 XR Simulator

Mit VR-Brille trainieren Piloten im Simulator Flugaufgaben nahe an der Realität und können so zahlreiche Flugstunden im realen Hubschrauber ersetzen. (Foto: Reiser ST)
Mit VR-Brille trainieren Piloten im Simulator Flugaufgaben nahe an der Realität und können so zahlreiche Flugstunden im realen Hubschrauber ersetzen. (Foto: Reiser ST)
Mit VR-Brille trainieren Piloten im Simulator Flugaufgaben nahe an der Realität und können so zahlreiche Flugstunden im realen Hubschrauber ersetzen. (Foto: Reiser ST)

Die Reiser Simulation and Training GmbH (Reiser) ist für ihren neuartigen H145 XR Simulator (XR-SIM) mit dem Bayerischen Innovationspreis 2026 geehrt worden. Die renommierte Auszeichnung wird vom Bayerischen Wirtschaftsministerium gemeinsam mit den bayerischen Industrie-, Handels- und Handwerkskammern vergeben, um Spitzenleistungen heimischer Unternehmen zu würdigen.

„Der XR-SIM zeigt, wie unser Team diesen Anspruch in praxistaugliche Trainingslösungen übersetzt. Diese Anerkennung gilt allen, die an seiner Entwicklung mitgewirkt haben“, sagte Martin Keil, CTO bei Reiser.

Neuer Maßstab in der Flugsimulation: Mixed-Reality

Das System bildet die Ausbildung auf dem zweimotorigen Mehrzweckhubschrauber H145 von Airbus Helicopters ab, der weltweit intensiv im Rettungs-, Polizei- und Transportdienst genutzt wird. Technologisch setzt der XR-SIM neue Maßstäbe in der Flugsimulation. Anstelle der sperrigen und kostenintensiven Projektionssysteme herkömmlicher Full Flight Simulatoren nutzt das System moderne Mixed-Reality-Brillen. Dadurch können Pilot und Copilot gemeinsam im selben virtuellen Szenario trainieren, während sie zeitgleich ein physisch exakt nachgebildetes, haptisches Cockpit mit allen originalen Bedienelementen bedienen. Das Luftfahrt-Bundesamt hat die Neuentwicklung als Flight Training Device der Stufe 3 qualifiziert. Der Simulator lässt sich autark betreiben oder nahtlos in bestehende Reiser-Großsimulatoren einbinden. Dank seiner modularen Architektur ist das Konzept zudem flexibel auf andere Hubschraubertypen sowie zukünftig auf Flächenflugzeuge übertragbar.

Moderne Ausbildungstechnik für Flugschulen

Mit der vollständigen Wertschöpfung an den oberbayrischen Standorten in Berg, Höhenrain und Mörlbach unterstreicht das Projekt die regionale Innovationskraft. Die Entwicklung bindet hochqualifizierte Fachkräfte in der Softwareentwicklung, im Ingenieurwesen und der Produktion. Gleichzeitig bietet die kompaktere Lösung Hubschrauberbetreibern eine kosteneffiziente, platzsparende und hochrealistische Alternative für das Crew-Training. Dies erleichtert Flugschulen den Zugang zu modernster Ausbildungstechnik und stärkt die internationale Wettbewerbsfähigkeit des bayrischen Luftfahrtsektors.

Autor: Gerhard Heiming, Redakteur wehrwirtschaft

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