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Modernes Heer: Boxer auf dem Weg nach Afghanistan

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Fünf Gruppentransportkraftfahrzeuge (GTK) Boxer sind auf dem Weg in den ISAF-Einsatz nach Afghanistan. Das neue gepanzerte Fahrzeug soll bei einem der deutschen Ausbildungs- und Schutzbataillonen zum Einsatz kommen. Dies bedeutet einen Zuwachs an Schutz und Mobilität für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz.

verladung2„Es ist ein guter Tag für die Soldaten“, sagt der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Werner Freers. „Der Boxer ist der modernste Transportpanzer für unsere Soldaten im Einsatz und bedeutet einen enormen Fähigkeitsgewinn“, so Freers weiter. Das Gruppentransportkraftfahrzeug (GTK) Boxer setze neue Maßstäbe hinsichtlich des Schutzes, der Mobilität und der Führungs- und der Durchsetzungsfähigkeit. Der Inspekteur des Heeres ist froh, dass das neue Transportfahrzeug nun in Afghanistan zum Einsatz kommen kann.
 
Intensive Vorbereitung und Entwicklung
Nach einer mehrjährigen Entwicklungszeit folgte die Ausbildung der ersten Soldaten des Jägerbataillons 292 aus Donaueschingen. Die Kommandanten und Kraftfahrer machten ihre Fahrschulausbildung in Dornstadt. Eine Einweisung durch die Herstellerfirma bekamen die Soldaten im Dezember letzten Jahres und es folgte die Schießausbildung. Ein Zug des Jägerbataillons wurde im Februar mit GTK Boxer ausgestattet. Mit den Fahrzeugen begannen die Soldaten dann die taktische Gefechtsausbildung. Höhepunkt der einsatzvorbereitenden Ausbildung war der Aufenthalt im Gefechtsübungszentrum des Heeres. Dort übte der Jägerzug im Rahmen des künftigen Ausbildungs- und Schutzbataillons, welches Anfang August in den Einsatz nach Afghanistan geht und im Bereich Mazar-e Sharif eingesetzt werden wird.
 
verladung3Der Boxer ist eine Ergänzung der Einzelsysteme
Wenn die Soldaten in Afghanistan eintreffen, werden ihre GTK Boxer in der Version A1 bereits vor Ort sein. A 1 steht für eine Modifizierung, die für den Afghanistaneinsatz vorgenommen wurde. Der Boxer bekam eine zusätzliche Panzerung und die Waffenanlage wurde zur besseren Wirkung um 20 Zentimeter erhöht. Natürlich ist auch ein Tarnanstrich für die ISAF-Region aufgebracht.

„Das Gruppentransportkraftfahrzeug Boxer ergänzt den Verbund von Einzelsystemen im Einsatz“, erklärt der Inspekteur des Heeres. Mit dem Boxer kann eine Infanteriegruppe geschlossen mit ihrer gesamten Ausrüstung unter hervorragenden Schutzbedingungen eingesetzt werden. Hinzu kommt die überlegene Führungsfähigkeit durch den einzigartigen Grad der Vernetzung zwischen dem Boxer und der mit dem System „Infanterist der Zukunft“ ausgestatteten Infanteriegruppe.

Der Boxer ist neben ausgezeichneten Beobachtungsmittel auch mit der fernbedienbaren leichten verladung4Waffenstation 200 (FLW 200) ausgestattet. Diese kann mit einem schwerem Maschinengewehr 12,7 x 99 Millimeter oder mit der Granatmaschinenwaffe 40 Millimeter bestückt werden. So kann der Boxer die abgesessene Infanteriegruppe präzise unterstützen.
Dennoch haben auch leichtere und kompaktere Fahrzeuge wie Dingo und Fuchs in engen Ortschaften sowie auf weniger leistungsfähigen Wegen ihre Stärken. „Mit einer klugen Zusammenstellung aller Einzelsysteme für den konkreten Einsatz wird der Führer vor Ort zum Erfolg kommen“, so der Inspekteur des Heeres.

Quelle: Bundeswehr/  Heer/Anne Weinrich

Fotos: Heer / Anne Weinrich

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