Moderne Radiotechnik für die Operative Kommunikation

Operative Kommunikation: Die Rundfunksendetrupps UKW mit Sendekabine Fm II A und Antenne wie hier in Masar-e Scharif, Afghanistan, werden bis 2028 modernisiert. (Foto: Bundeswehr Christian Virgils)
Die Rundfunksendetrupps UKW mit Sendekabine Fm II A und Antenne wie hier in Masar-e Scharif, Afghanistan, werden bis 2028 modernisiert. (Foto: Bundeswehr Christian Virgils)

Die Sendekabinen für den Zielgruppenhörfunk des Zentrums Operative Kommunikation werden mit neuer Technik auf den Stand der Technik gebracht. Das BAAINBw hat das Bremer Unternehmen FHF Flurfördergeräte mit der Modernisierung der mobilen Sendeanlagen beauftragt.

Wie das BAAINBw mitgeteilt hat, nutzt die Operative Kommunikation Hörfunk neben digitalen Medien, um das Verhalten und die Einstellung spezifischer Zielgruppen wie Konfliktparteien, feindliche Streitkräfte oder die Zivilbevölkerung im Ausland gezielt zu beeinflussen und so militärische Operationen zu unterstützen. Darüber hinaus dienen die Kapazitäten im Rahmen der zivilen Katastrophenhilfe im Inland als Ausfallsicherung, falls zivile Infrastrukturen durch Unwetter oder Notlagen beeinträchtigt werden. Auch im digitalen Zeitalter bleibt das Radio somit ein zentrales Instrument der Streitkräfte.

Die Gerätetrupps im 20-Fuß-Container wurden bereits 2019 regeneriert. (Foto: Bundeswehr Maximilian Maiwald)
Die Gerätetrupps im 20-Fuß-Container wurden bereits 2019 regeneriert. (Foto: Bundeswehr Maximilian Maiwald)

Operative Kommunikation: Digitale UKW-Ausstrahlung mit DAB+

Bereits 2019 waren die Gerätetrupps zum Transport des Zubehörs auf den neuesten Stand gebracht und in standardisierte 20-Fuß-Container integriert worden. Jetzt erfahren nun die in die Jahre gekommenen Sendekabinen eine umfassende Erneuerung. Neben der bisherigen UKW-Ausstrahlung wird künftig auch der effizientere digitale Standard DAB+ unterstützt. Für die Signalzuführung stehen mehrere voneinander unabhängige Wege bereit, darunter Mobilfunk- und Satellitenverbindungen, was den Betrieb unabhängig von lokaler Netzwerkinfrastruktur macht. Der für die Stromversorgung benötigte Aggregat-Generator wird direkt in den Container integriert, statt wie bisher als Anhänger mitgeführt zu werden, was die Mobilität und Flexibilität im Feld deutlich erhöht.

Acht Sendecontainer bis Mitte 2028

Projektleiter Oberstleutnant Christoph H. betont, dass dieser Schritt die Truppe technisch und logistisch optimal auf zukünftige Szenarien vorbereitet. Insgesamt werden acht UKW/DAB+-Sendecontainer gefertigt: Ein Prototyp entsteht bis Ende dieses Jahres, worauf nach erfolgreicher Erprobung sieben weitere Einheiten in den Jahren 2027 und 2028 folgen. Der Abschluss des Projekts ist für Mitte 2028 geplant und sichert langfristig die Fähigkeiten zur Landes- und Bündnisverteidigung sowie zum Katastrophenschutz.

Autor: Gerhard Heiming, Redakteur wehrwirtschaft

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