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Remote-Carrier-Demonstrator erstmals aus einer fliegenden A400M gestartet und betrieben

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Madrid, 12. Dezember 2022 – Die Bundeswehr, Airbus, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie die deutschen Unternehmen SFL und Geradts haben den weltweit ersten erfolgreichen Start und Betrieb eines Remote-Carrier-Flugtestdemonstrators aus einer fliegenden A400M durchgeführt. Wirkung und Reichweite unbemannter Systeme zu steigern, wird eine der künftigen Aufgaben der militärischen Transportflugzeuge von Airbus im Future Combat Air System (FCAS) sein.

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Foto © Airbus

„Die hervorragende Zusammenarbeit mit unserem deutschen Kunden und Partnern bei der A400M-UAV-Launcher-Kampagne ist ein weiterer Beleg dafür, wie die Entwicklung des FCAS Innovationen und Technologien auf die nächste Stufe heben wird,“ sagte Michael Schoellhorn, CEO von Airbus Defence and Space. „FCAS als Systems of Systems nimmt jetzt allmählich Gestalt an.“ Die Vorrichtung für den Start von Remote-Carriern aus einer fliegenden A400M wurde in nur sechs Monaten entwickelt. Für den Testflug wurde es auf die Rampe einer Bundeswehr-A400M montiert, von der aus der Remote Carrier Demonstrator, eine modifizierte Airbus Do-DT25 Drohne, gestartet wurde. Nach dem Abwurf wurden die Triebwerke der Do-DT25 gestartet, die dann weiterflog. Die Besatzung an Bord der A400M übergab anschließend die Kontrolle an einen Operator am Boden, der die Drohne sicher steuerte und landete.
Remote Carrier werden eine wichtige Komponente des FCAS sein. Sie werden in enger Zusammenarbeit mit bemannten Flugzeugen fliegen und die Piloten bei ihren Aufgaben und Missionen unterstützen. Militärische Transportflugzeuge wie die A400M spielen dabei eine wichtige Rolle: Als Mutterschiff bringen sie die Remote Carriers so nah wie möglich an ihr Einsatzgebiet heran und setzen dann bis zu 50 kleine oder bis zu 12 schwere Remote Carriers ab. Diese fliegen dann im Verbund mit bemannten Flugzeugen und agieren dabei mit einem hohen Automatisierungsgrad, jedoch immer unter der Kontrolle eines Piloten.

Vorbereitung des A400M UAV Launcher für den Test
Um den A400M UAV Launcher für die Testkampagne vorzubereiten, haben Airbus, die Wehrtechnische Dienststelle (WTD 61), das DLR, SFL und Geradts neue Arbeitsmethoden angewandt, darunter Rapid Prototyping und einen gemeinsamen Flugtestansatz. Dadurch konnte das multidisziplinäre Team, das System in sehr kurzer Zeit entwickeln, integrieren, in den nötigen Systems-of-Systems-Kontext bringen und für die Flugerprobung vorbereiten. Die deutsche Beschaffungsbehörde BAAINBw hat diese flexible industrielle Struktur und neue Arbeitsweisen unterstützt.

 Mehr Informationen www.airbus.com
 

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