Chirurgische Unterstützung im Fähigkeitsverbund der Spezialkräfte der Bundeswehr
Das Kommando Schnelle Einsatzkräfte „Ostfriesland“ stellt als Leitverband mit den Special Operations Surgical Teams (SOST) die erste notfallchirurgische Behandlung in der medizinischen Unterstützung von Spezialkräften (Special Operations Forces, SOF) unter den besonderen Bedingungen des Einsatzes sicher.
Dabei bildet das SOST ein hochspezialisiertes Element in der Rettungskette der Spezialkräfte zur Unterstützung des Kommando Spezialkräfte und des Kommando Spezialkräfte der Marine. Die Kernbefähigung liegt in dem plattform- und dimensionsunabhängigen Einsatz dieses Elements mit der Möglichkeit, sich unter Einhaltung der Tactics, Techniques und Procedures SOF der Geschwindigkeit und dem Tempo der zu unterstützenden Kräfte anpassen zu können.
Hintergrund
Auswertungen von SOF-Operationen von 1944 bis 2026 haben gezeigt, dass Direct Action Missionen (Principle Task SOF) oder Hard Compromise in 85 Prozent der Fälle zu Verletzungsmustern mit nicht komprimierbaren Blutungen führen. Abgeleitet daraus muss, um das Überleben des Patienten sicherzustellen, eine zügige chirurgische Blutungsstillung sichergestellt werden. Das beschreibt das Themenfeld der Damage Control Resuscitation (DCR) und Damage Control Surgery (DCS), welches durch die doktrinellen Vorgaben der NATO definiert ist. Die Pathophysiologie bei Multitraumata zeigt, dass bei penetrierendem Trauma (Schuss- oder Schrapnellverletzung) die Mortalität nach 39 Minuten und bei stumpfem Trauma (Blast, Aufprall oder Sturz) die Mortalität nach 59 Minuten um 50 Prozent steigt. Diese beiden Faktoren zeigen die Notwendigkeit der Fähigkeit der Special Operations Surgical Teams und begründen die zusätzliche Qualifikation des eingesetzten medizinischen Personals und den erhöhten taktischen sowie technischen Ausbildungsansatz. Die Möglichkeit, ein solches Team anzufordern, ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Evaluierung von Spezialkräfteeinheiten. dass bei penetrierendem Trauma (Schuss- oder Schrapnellverletzung) die Mortalität nach 39 Minuten und bei stumpfem Trauma (Blast, Aufprall oder Sturz) die Mortalität nach 59 Minuten um 50 Prozent steigt.
Diese beiden Faktoren zeigen die Notwendigkeit der Fähigkeit der Special Operations Surgical Teams und begründen die zusätzliche Qualifikation des eingesetzten medizinischen Personals und den erhöhten taktischen sowie technischen Ausbildungsansatz. Die Möglichkeit, ein solches Team anzufordern, ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Evaluierung von Spezialkräfteeinheiten. dass bei penetrierendem Trauma (Schuss- oder Schrapnellverletzung) die Mortalität nach 39 Minuten und bei stumpfem Trauma (Blast, Aufprall oder Sturz) die Mortalität nach 59 Minuten um 50 Prozent steigt. Diese beiden Faktoren zeigen die Notwendigkeit der Fähigkeit der Special Operations Surgical Teams und begründen die zusätzliche Qualifikation des eingesetzten medizinischen Personals und den erhöhten taktischen sowie technischen Ausbildungsansatz. Die Möglichkeit, ein solches Team anzufordern, ist ein wesentlicher Bestandteil bei der Evaluierung von Spezialkräfteeinheiten.
Special Operations Surgical Team: Aufbau
Der deutsche Maximalansatz eines Teams besteht aus zehn Personen, wobei jeweils ein taktischer Führer oder Führerin und ein Fernmeldesoldat durch den Bedarfsträger gestellt werden, um als Verbindungselement zwischen dem SOST und dem Bedarfsträger zu dienen. In dieser Konfiguration ist das SOST in der Lage, vier DCS-Patienten (zwei und zwei DCS-Patienten sequenziell) in 24 Stunden autark chirurgisch zu versorgen. Die Teamkonfiguration besteht aus zwei Chirurgen, zwei Anästhesisten, zwei Notfallsanitätern, einem Fachkrankenpfleger Anästhesie- und Intensivmedizin sowie einem operationstechnischen Assistenten. Aufgrund von missionsabhängigen Parametern kann die Anzahl der Teammitglieder verringert werden, unter Inkaufnahme einer verringerten Kapazität zur Versorgung von DCS-Patienten. Aus dem SOST heraus kann bei Bedarf ein Special Operations Critical Care Evacuation Team (SOCCET) herausgelöst werden, das nach der ersten chirurgischen Versorgung die Verlegung des Patienten in die nächsthöhere Behandlungseinrichtung mit einem intensivtransportfähigen Element auf allen Plattformen ermöglicht.
Selektion und Ausbildung
Das eingesetzte medizinische Personal durchläuft einen Selektionsprozess, der aus einer fachlichen Überprüfung, einer Potenzialfeststellungswoche, einem SEREKurs (Survival, Evasion, Resistance und Escape) auf dem Level Bravo und einer gesonderten Schießausbildung mit dem Schwerpunkt Schießsicherheit im Umfeld Special Operations Forces besteht. Der Selektionsprozess endet in der Bedarfsträgerwoche des Fähigkeitsverbundes Spezialkräfte der Bundeswehr mit der damit verbundenen Bestätigung der Ausbildungsreife SOST. Nach dem Selektionsprozess folgt die Grundlagenausbildung, die sich mit den Themenfeldern Einrichten und Betreiben SOST auf allen land-, luft-, und seegebunde- Spezialkräfte der Bundeswehr mit der damit verbundenen Bestätigung der Ausbildungsreife SOST.
Nach dem Selektionsprozess folgt die Grundlagenausbildung, die sich mit den Themenfeldern Einrichten und Betreiben SOST auf allen land-, luft-, und seegebundenen Plattformen, Einsatz SOST in Landoperationen und Harmonisierung mit den medizinischen Kräften der Bedarfsträger besteht. Den Abschluss der Ausbildung bildet eine Übung im Fähigkeitsverbund Spezialkräfte der Bundeswehr. Nach Abschluss der Ausbildung erhält das Teammitglied die Einsatzreife Special Operations Surgical Team, die ein Jahr gültig ist.
