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Airbus eröffnet erstes Serienproduktionswerk für hochfliegenden Pseudosatelliten Zephyr

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Farnborough/UK 16. Juli 2018 – Heute Vormittag präsentierte Airbus Defence and Space seinen neuen hochfliegenden Pseudosatelliten (High Altitude Pseudo-Satellite – HAPS) Zephyr S auf der Farnborough International Airshow erstmals der Öffentlichkeit. Das System Zephyr S ist die erste Drohne aus der Serienfertigung des Zephyr-Programms. Die bisherigen Zephyr-Maschinen waren Prototypen für Forschungs- und Entwicklungszwecke.

Zephyr ist das weltweit führende solargetriebene unbemannte Fluggerät in der Stratosphäre. Sie wird rein mit Sonnenenergie betrieben, fliegt über dem Wetter und dem normalen Luftverkehr und bietet auf lokaler Ebene kostengünstig ein ergänzendes Spektrum an persistenten Diensten, ähnlich denen von Satelliten. Damit füllt Zephyr eine Lücke im bisherigen Fähigkeitsbereich von Satelliten und bemannten/unbemannten Flugzeugen.

Die Eröffnung des neuen Produktionswerks, das nach dem verstorbenen Zephyr-Erfinder Chris Kelleher benannt ist, unterstreicht den Stellenwert, den Airbus diesem Programm beimisst. Das Kelleher-Werk ist die weltweit erste Serienfertigungslinie für hochfliegende Pseudosatelliten.

„Der heutige Tag ist ein Meilenstein im Zephyr-Programm. Das neue Werk ist nicht nur die Geburtsstätte des weltweit führenden hochfliegenden Pseudosatelliten, sondern auch ein repräsentatives Vorzeigeobjekt für alle unsere operativen Flugbetriebsstätten rund um den Globus. Unsere Drohne Zephyr S hat nachweislich einen Vorsprung von mehreren Jahren vor allen vergleichbaren Wettbewerbssystemen, und ich bin unglaublich stolz auf diesen grandiosen Erfolg unseres Airbus-Teams. Wir haben die Zukunft des Stratosphärenflugs heute neu definiert“, sagte Dirk Hoke, Chief Executive Officer von Airbus Defence and Space.

Diesen Meilenstein ihres Programms „erlebt“ die Zephyr-Drohne in der Luft, befindet sie sich doch derzeit auf ihrem Jungfernflug, seit ihrem Start in Arizona, USA, vor einigen Tagen. Der Flug wird von den Regierungen Großbritanniens und der USA unterstützt und unterstreicht die Position des britischen Verteidigungsministeriums als erster Kunde für diese innovative und möglicherweise revolutionäre Technologie.

Der Erstflug des Systems Zephyr S dient dem Nachweis und der Demonstration seiner Fähigkeiten im Flugbetrieb; das Landedatum wird erst dann bestätigt, wenn die technischen Ziele erreicht wurden. Stand heute hat die Zephyr-Drohne nahezu 1,000 Flugstunden absolviert.

„Zunächst einmal möchte ich der britischen Beschaffungsbehörde DE&S für ihre Unterstützung im Zephyr-Programm danken“, kommentierte Sophie Thomas, die das Zephyr-Programm bei Airbus leitet. „Das Zephyr-System wird sowohl militärischen als auch zivilen Kunden neue optische, sensorische und kommunikative Möglichkeiten bieten. Es besitzt das Potenzial, das Katastrophenmanagement zu revolutionieren, unter anderem durch die Überwachung der Ausbreitung von Waldbränden oder Ölteppichen. So ermöglicht Zephyr nicht nur eine konstante Überwachung ökologischer Veränderungen, sondern ebenso die Kommunikation mit den entlegensten Teilen der Erde.“

Airbus wird die Drohne Zephyr S künftig von der neuen Flugbetriebsstätte des Unternehmens auf dem Flugplatz Wyndham in Westaustralien aus betreiben. Dieser Ort wurde hauptsächlich aufgrund des fast unbeschränkten Luftraums und des stabilen Wetters als erster Start- und Landeplatz ausgewählt. Der Betrieb der Anlage wird im September 2018 aufgenommen.

© www.airbus.com

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