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SpaceDataHighway für den Datenverkehr freigegeben

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München, 23. November 2016 – Airbus Defence and Space startet den Erstbetrieb der Weltraumdatenautobahn SpaceDataHighway und verändert damit die Gweschwindigkeit der Satellitenkommunikation entscheidend. Die lasergestützte Ultra-Breitbandkommunikation liefert im Zusammenspiel mit den im geostationären Orbit platzierten Relaissatelliten einen sicheren Datentransfer, der nahezu in Echtzeit erfolgt. Verzögerungen in der Datenübertragung gehören somit der Vergangenheit an.

SpaceDataHighway Copyright ESA klein

© ESA

Die von Tesat-Spacecom entwickelte Lasertechnologie ermöglicht die Übertragung großer Datenmengen über die Weltraumdatenautobahn. Von Erdbeobachtungssatelliten, luftgestützten Plattformen oder sogar der Internationalen Raumstation ISS lassen sich so bis zu 40 Terabyte pro Tag mit einer Datenrate von 1,8 GBit/s übermitteln. Die Sentinel Erdbeobachtungssatelliten des Copernicus-Programms der Europäischen Kommission werden als erste von diesen Services der nächsten Generation profitieren.

„Der SpaceDataHighway ist nicht mehr Science Fiction sondern Realität. Er wird die Satellitenkommunikation revolutionieren. Der SpaceDataHighway bietet komplett neue Möglichkeiten, etwa bei der Bewältigung von humanitären Krisensituationen, der Sicherung des Schiffsverkehrs oder beim Umweltschutz“, sagte Evert Dudok, Leiter des Geschäftsbereiches Communications, Intelligence & Security (CIS) von Airbus Defence and Space. Die Datenautobahn wird im Rahmen einer Public-Private-Partnerschaft (PPP) zwischen der Europäischen Weltraumorganisation ESA und Airbus Defence and Space umgesetzt. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) leistet einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des Systems.

„Als weltweit erster lasergestützter kommerzieller Datenrelaisdienst ist der EDRS-SpaceDataHighway ein Musterbeispiel für zukunftsorientierte Innovation. Die ESA wird gemeinsam mit ihren Partnern Airbus Defence and Space und der Europäischen Kommission auch weiterhin daran arbeiten, die Grenzen des technisch Machbaren zu verschieben – mit der Erweiterung des Netzes zum GlobeNet mit weltweiter Abdeckung“, sagte Magali Vaissiere, ESA-Direktorin für Telekommunikation und integrierte Anwendungen.

EDRS-A, der erste Relaissatellit des SpaceDataHighway-Programms wurde am 30. Januar 2016 gestartet. Die Abdeckung des auf 9° Ost platzierten ersten Kommunikationsknotens erstreckt sich von der amerikanischen Ostküste bis nach Indien. Ein zweiter Satellit wird 2017 starten und die Abdeckung, Leistung und Systemredundanz verbessern.

Airbus Defence and Space plant des Weiteren, das SpaceDataHighway-System um den Satelliten EDRS-D über der Region Asien-Pazifik zu erweitern. Dieser dritte Netzknoten ist der nächste Schritt hin zum weltraumgestützten Gegenstück zum terrestrischen Glasfasernetz. EDRS-D wird mit mehreren Laserterminals ausgestattet sein, die optische bidirektionale Verbindungen für verschiedene Kunden, Satelliten und Flugzeuge gleichzeitig herstellen können. Das System ermöglicht auch die äußerst schnelle und hochsichere Übertragung von Daten zu einem anderen Relaissatelliten und damit auf die andere Seite der Erdkugel. Videomaterial kann unter folgendem Link abgerufen werden: http://bit.ly/1SR8pSi

www.airbusdefenceandspace.com

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