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ARGE F125 übergibt zweite Fregatte der Klasse F125 an das BAAINBw

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Kiel, 03.März 2020 – Am 3. März 2020 wurde die Fregatte NORDRHEIN-WESTFALEN von der ARGE F125 an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) übergeben. Im Anschluss an die Übergabe werden die „vollständigen Voraussetzungen für die Betreibbarkeit des Schiffes“ durch die Marine geschaffen sowie die zukünftige Mannschaft an Bord weiter ausgebildet. Die NORDRHEIN-WESTFALEN ist das zweite von vier Schiffen der Klasse F125, die in Federführung von thyssenkrupp Marine Systems für die Deutsche Marine gebaut werden. Das Typschiff der Fregattenklasse F125, die BADENWÜRTTEMBERG, wurde Ende April 2019 übergeben und im Juni 2019 in Dienst gestellt. Es ist geplant, das dritte Schiff noch in diesem Jahr und das vierte Schiff im Jahr 2021 zu übergeben.

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Foto © thyssenkrupp Marine Systems Peter Neumann  /  YPS Yacht Photo Service

Rolf Wirtz, CEO von thyssenkrupp Marine Systems: „Die F125 ist die modernste Fregatte Deutschlands und eine der modernsten Fregatten der Welt. Wir setzen hier erstmals das Konzept der Intensivnutzung um. Das ist weltweit einzigartig. Wir sind stolz darauf, mit den Schiffen einen erheblichen Beitrag zur Einsatzfähigkeit unserer Marine und der Verteidigung unseres Landes zu leisten.“

Das Abnahmezeremoniell fand im Marinestützpunkt Wilhelmshaven statt. Dort war das Schiff, von der Werft in Hamburg kommend, tags zuvor eingelaufen. An Bord der NORDRHEINWESTFALEN unterzeichneten Vertreter der Arbeitsgemeinschaft F125 und des Bundesamtes die Abnahmedokumente. Für das Koblenzer Bundesamt waren dies Projektleiter Marc Steffens und der Leiter der Abnahmekommission Wolfgang Lotz vor Ort, die Industrieseite repräsentierte ARGE-Projektleiter Christian Rogge von thyssenkrupp Marine Systems. Auch Vertreter der deutschen Marine nahmen an den Abnahmefeierlichkeiten teil.

Durch die Umsetzung des Konzeptes der Intensivnutzung können die Schiffe der Klasse F125 bis zu zwei Jahre in ihrem Einsatzgebiet verbleiben. So kann die Anzahl der sonst sehr langen Transitfahrten erheblich reduziert werden. Die von Grund auf neu konzipierten Schiffe weisen mit ihren hochkomplexen Systemen und rund 28.000 Messstellen einen sehr hohen Automatisierungsgrad auf. Dadurch konnte die Besatzungsstärke im Vergleich zu vorherigen Fregattenklassen etwa halbiert werden. Rund 90 Prozent der Systeme an Bord der Fregatten wurden eigens für diesen Schiffstyp neu entwickelt.

Die Schiffe sind neben den traditionellen Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung insbesondere für die Konfliktverhütung und Krisenbewältigung sowie für Eingreif- und Stabilisierungsoperationen im internationalen Rahmen konzipiert. Neben der Fähigkeit zur Bekämpfung von Zielen an Land und auf dem Wasser, verfügen sie zudem über Flugabwehrsysteme und speziell für die U-Boot-Jagd ausgerüstete Hubschrauber.

Die ARGE F125 setzt sich aus thyssenkrupp Marine Systems als dem federführenden Unternehmen und der Bremer Fr. Lürssen Werft zusammen. Die Fertigung der Vorschiffe mit entsprechender Vorausrüstung erfolgte auf den Werftstandorten der Lürssen-Gruppe in Bremen und Wolgast. Die Fertigung der Hinterschiffe, der Zusammenbau der Schiffshälften, die weitere Endausrüstung, sowie die Inbetriebnahmen und Erprobungen erfolgten unter Leitung von thyssenkrupp Marine Systems auf der Hamburger Werft Blohm+Voss.

Hauptdaten der F125:
Länge: 149 m
Breite: 18 m
Höchstgeschwindigkeit: >26 kn
Verdrängung: ca. 7.200 t
Besatzung: max. 190 Personen (davon 126 Personen Stammbesatzung)

Weitere Informationen unter www.thyssenkrupp-marinesystems.com

 

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