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CASSIDIAN und Rheinmetall bündeln ihre Aktivitäten

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Zusammenarbeit bei taktischen UAS (Unmanned Aerial Systems), UAS für mittlere Höhen sowie bei Frachtladesystemen

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Cassidian und Rheinmetall haben am 20. Januar 2012 vereinbart, die bisherigen Aktivitäten von Rheinmetall im Bereich der unbemannten Flugsysteme künftig gemeinsam im Rahmen eines Joint Venture zu betreiben. In einem Vertrag wurde festgelegt, dass Cassidian 51 Prozent und Rheinmetall 49 Prozent der Anteile an dem neu zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen halten werden. Die Eigentumsanteile sollen nach Vorlage aller notwendigen Zustimmungen und kartellrechtlichen Genehmigungen bis Mitte 2012 an Cassidian übertragen werden. Das gaben beide Unternehmen am Freitag in München und Düsseldorf bekannt.

Für Cassidian ist die Einbeziehung dieses Bereichs von Rheinmetall eine ideale Ergänzung seines bestehenden Produktportfolios bei den unbemannten Flugsystemen (Unmanned Aerial Systems, UAS). Die Rheinmetall-Tochtergesellschaft Rheinmetall Defence Electronics GmbH mit Sitz in Bremen will die Entwicklungsmöglichkeiten ihres Produktbereichs Flugsysteme durch diesen Schritt stärken und ihm eine langfristig tragfähige Perspektive sichern. Aus Sicht der beiden Joint Venture-Partner wird der Produktbereich Flugsysteme durch das Gemeinschaftsunternehmen Zugriffsmöglichkeiten auf breitere Entwicklungsressourcen sowie internationale Marktzugänge erhalten, die bisher nicht in vergleichbarem Maße gegeben waren, und damit Arbeitsplätze am Standort Bremen sichern.
Dr. Stefan Zoller, CEO von Cassidian, sagte zur vereinbarten Gründung des Gemeinschaftsunternehmens: „Als Europas führender Anbieter von unbemannten Flugsystemen ist dies ein sinnvoller Schritt zur Erweiterung unserer gegenwärtigen UAS-Programme. Wir können unseren globalen Kunden eine komplette Produktpalette von maßgeschneiderten Lösungen anbieten, zu denen taktische UAS sowie UAS für mittlere und größere Höhen gehören.“

Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG, betonte: „Unser Ziel ist es vor allem, die Wettbewerbsfähigkeit des Bereichs Flugsysteme nachhaltig zu stärken und dem Bereich mit seinen anspruchsvollen Produkten dauerhaft neue Marktperspektiven zu erschließen. Dabei geht es uns auch um eine wirksame Zukunftssicherung für die Mitarbeiter an unserem Traditionsstandort Bremen, an dem wir weiter mit den zwei großen Bereichen Verteidigungselektronik sowie Simulation und Training engagiert bleiben.“

Innovative Hochtechnologie-Aktivitäten am Standort Bremen
Das Joint Venture, in dem rund 160 Mitarbeiter beschäftigt sind, wird folgende Aktivitäten in Bremen weiterführen: Die Herstellung des unbemannten Aufklärungssystems KZO (Kleinfluggerät Zielortung), das zu den modernsten unbemannten Flugsystemen weltweit gehört und der Bundeswehr wertvolle Dienste leistet, sowie Arbeiten an dem UAS vom Typ Heron im SAATEG-Programm (System für die Abbildende Aufklärung in der Tiefe des Einsatzgebietes), das der Bundeswehr erstmals die Nutzung von weitreichenden unbemannten Aufklärungssystemen ermöglicht. Sowohl KZO als auch Heron leisten bereits heute einen wesentlichen Beitrag zum Schutz deutscher und verbündeter Soldaten. Außerdem trägt das Joint Venture auch wesentlich zum Erfolg des größten Passagierflugzeuges A380 bei, und zwar mit dem Frachtladesystem im unteren Deck. Alle A380-Flugzeuge werden – neben einer Reihe weiterer Airbus-Modelle – mit diesem in Bremen gefertigten System ausgerüstet, und künftig auch die A400M Transportflugzeuge der Bundeswehr.

Kontakte:
Dr. Theodor Benien
Cassidian
Tel: 089-3179-4646
theodor.benien@cassidian.com

Oliver Hoffmann
Rheinmetall AG
Tel.: 0211-473-4748
oliver.hoffmann@rheinmetall.com

Bild: Aufklärungssystem KZO (Kleinfluggerät Zielortung).
Foto: Bundeswehr

 

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