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MTU erzielt bestes Halbjahresergebnis.

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Das beste Halbjahresergebnis in der Geschichte der MTU meldet Egon Behle, Vorstandsvorsitzender der MTU Aero Engines Holding AG. Danach hat die MTU Aero Engines Holding AG im ersten Halbjahr 2011 ihr operatives Ergebnis um 14 % auf 164,0 Mio. € verbessert. Die operative Ergebnismarge der MTU stieg in den ersten sechs Monaten 2011 auf 12,2 % nach 10,7 % im Vergleichszeitraum. Der Umsatz erreichte 1.346,5 Mio. €. Um 22 % auf 89,1 Mio. € gesteigert hat das Unternehmen den Gewinn nach Steuern. Die MTU bestätigt damit ihre Prognose für den Umsatz des Gesamtjahres, der um 7 bis 8 % steigen soll. Auch im zweiten Halbjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatzanstieg. Der Gewinn nach Steuern wird jetzt leicht über dem Vorjahresniveau erwartet.

behleDie stabile Umsatzentwicklung im Halbjahresvergleich spiegelt die Auswirkungen der Dollarkursentwicklung wider. Diese hat den Umsatz des zivilen Triebwerksgeschäfts ebenso beeinflusst wie den Umsatz der zivilen Instandhaltung. Dollarkursbereinigt ist der Umsatz um 5 % gewachsen.

Mit einem Plus von 11 % auf 633,5 Mio. € verzeichnete das zivile Triebwerksgeschäft einschließlich der Ersatzteile den höchsten Umsatzzuwachs. Auf Dollar-Basis ist der Anstieg mit 17 % noch deutlicher ausgefallen. Die wichtigsten Umsatzträger waren das V2500 für die Airbus A320-Familie, das PW2000, das in der Boeing 757 und C-17 zum Einsatz kommt, das CF6-80C, das die Boeing 747 und die Airbus-Typen A310 und A330 antreibt sowie das GP7000 für den Mega-Airbus A380. Zunehmend wichtig wird auch das GEnx, der Antrieb für den Boeing 787 Dreamliner und die Boeing 747-8.
Im militärischen Triebwerksgeschäft zeigen sich wie erwartet die Auswirkungen der Einsparungen im Verteidigungshaushalt. Der Umsatz lag bei 210,5 Mio. € nach 249,3 Mio. € im Vergleichszeitraum, in dem abrechnungsbedingt höhere Umsätze erzielt wurden. Hauptumsatzträger war das Eurofighter-Triebwerk EJ200.
„Auf die Verschiebungen im Umsatzmix reagieren wir weiterhin mit Anpassungen in der Personaleinsatzplanung“, erläuterte Behle. „Mitarbeiter, die bisher für militärische Programme gearbeitet haben, gliedern wir entsprechend in den zivilen Bereich ein.“

Die zivile Instandhaltung erzielte einen Umsatz in Höhe von 518,7 Mio. €. Dabei sind die Umsätze leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Dollarkursbereinigt ist der Umsatz stabil geblieben. Der größte Umsatzanteil entfiel auf den A320-Antrieb V2500. „Vom ersten auf das zweite Quartal 2011 sehen wir in der zivilen Instandhaltung eine Umsatzverbesserung“, so Finanzvorstand Reiner Winkler. „Wir gehen davon aus, dass diese Entwicklung auch in den nächsten beiden Quartalen anhält.“

Der Auftragsbestand entspricht mit 4.259,6 Mio. € dem 1,6fachen des Jahresumsatzes 2010. Die Getriebefan-Bestellungen für die A320neo, die im zurückliegenden Quartal veröffentlicht wurden, einschließlich der Bestellungen, die im Rahmen der Paris Air Show bei der MTU eingegangen sind, sind darin noch nicht enthalten.

Ergebnisverbesserungen hat die MTU sowohl im OEM- als auch im MRO-Geschäft erzielt. Das operative Ergebnis im OEM-Geschäft wuchs um 19 % auf 122,2 Mio „Die Margenverbesserung im MRO-Geschäft zeigt neben operativen Verbesserungen auch eine wieder ansteigende Reparaturtiefe pro Shop Visit“, ergänzte Winkler.
Ihr Forschungs- und Entwicklungsengagement hat die MTU weiter ausgebaut und die F&E-Ausgaben um 10 % auf 118,0 Mio. € erhöht. Der Großteil der F&E-Ausgaben entfiel auf die Antriebe der PW1000G-Familie für den Airbus A320neo, den Mitsubishi Regional Jet, die Bombardier CSeries und die Irkut MS-21 sowie auf den A400M-Antrieb TP400-D6. Die Investitionen in Sachanlagen sind um 5 % auf 36,7 Mio. € gestiegen. Um 2 % auf 8.038 Mitarbeiter vergrößert hat sich die Belegschaft der MTU. Personal wurde vor allem an den Standorten in Kanada, Polen und bei der MTU Maintenance Hannover aufgebaut.

Autor: Karl-Hans Kuhl

Bild: Egon Behle
Foto: MTU

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