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Nachgefragt bei … Direktor BAAINBw Elmar Günther

Eurofighter EK (Foto Helsing GmbH)
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Ständiger Vertreter Abteilungsleiter Luft und Gruppenleiter L1

Was fordert die Abteilung Luft zurzeit besonders? Die Zeitenwende und das Sondervermögen sind zurzeit die bestimmenden Faktoren. Allein die Anzahl von insgesamt 20 geplanten 25-Millionen-Euro-Vorlagen im Jahr 2024 in unserer Abteilung sowie die bereits erreichte hohe vertragliche Bindung des Sondervermögens und hiermit einhergehend die Überwachung der zeitgerechten Leistungserbringung binden derzeit immense Kräfte, die ergänzend zu den regulären Projekten und Aufträgen aufgebracht werden müssen.

Foto © BAAINBw

Gibt es Neues beim Eurofighter EK und wie beurteilen Sie Bedarf und Chancen für die 5. Tranche des Eurofighter in der Deutschen Luftwaffe? Das Waffensystem Eurofighter (EF) soll in zwei Stufen (STEP 1 und 2) für den Elektronischen Kampf (EK) befähigt werden. Im Rahmen Eurofighter EK STEP 1 soll die Fähigkeit Suppression of Enemy Air Defence bis 2029 integriert werden. Die Realisierung eines Escort Jammers (Begleitschutzstörer) soll Gegenstand von Eurofighter EK STEP 2 sein. Der erste Vertrag zu STEP 1 wurde im Dezember 2023 geschlossen. Vertragsinhalte sind im Wesentlichen die Systemdefinitionsphase, Entwicklungs- und Integrationsvorbereitung für das Waffensystem sowie die erforderlichen Bodensysteme. Weitere Verträge bezüglich EF EK STEP 1 sollen im vierten Quartal 2024 geschlossen werden. Die mögliche Realisierung einer Tranche 5 taucht immer wieder in den Medien auf. Dies ist unter anderem auf die Eurofighter-Industrie und deren Interessenvertreter zurückzuführen, die eine Tranche 5 gerne in den Kontext Future Combat Air System und Fähigkeitserhalt des militärischen Flugzeugbaus in Deutschland stellen. Für das BAAINBw in der Rolle des Bedarfsdeckers muss jedoch letztendlich eine operationelle Bedarfsanalyse der Luftwaffe im Zusammenspiel mit dem Planungsamt der Bundeswehr, die zu einer abschließenden Entscheidung des Verteidigungsministeriums führt, handlungsweisend sein.

Wie ist der Stand bei den beiden großen FMS-Vorhaben F-35 und Schwerer Transporthubschrauber? Das Projektteam F-35A ist sich der großen politischen Relevanz einer reibungslosen Umsetzung vor dem Hintergrund der ambitionierten Beschaffungszeitlinie bewusst. Dementsprechend werden Projektrisiken klar kommuniziert und mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln mitigiert. Wir sehen das Projekt auch als Katalysator für den Mentalitätswandel in der Beschaffung und als Prüfstein für die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Für das Projekt „Schwerer Transporthubschrauber“ werden 60 Hubschrauber des neueren Typs Boeing CH-47F Block II mit zusätzlicher Luft-zu-Luft-Betankungsfähigkeit über das Foreign Military Sales- Verfahren beschafft. Der entsprechende Letter of Acceptance ist im August 2023 in Kraft getreten und es wurde auf US-Seite mit der Umsetzung begonnen. Die Auslieferung der Luftfahrzeuge soll ab 2027 erfolgen und 2032 abgeschlossen werden. Im Anschluss an die aktuelle Beschaffung soll die technisch-logistische Industrieunterstützung unter Beteiligung deutscher Unternehmen auf Basis eines Performance Based Logistics-Ansatzes weiter ausgebaut werden.

Das komplette Interview lesen Sie in HHK 2/2024.

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