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Staatssekretär Tauber besucht Gebirgsjäger

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Bad Reichenhall, 10. März 2020 – Am 18. und 19. Februar besuchte der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung und Mitglied des Deutschen Bundestages, Dr. Peter Tauber, die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“. Dabei bekam er einen umfassenden Einblick in das Besondere Fähigkeits-profil der Gebirgstruppe. Die Gebirgssoldaten sind für den Kampf im schwierigen bis extremen Gelände besonders ausgebildet und ausgestattet. Sie kämpfen dort, wo andere aufhören. Dies erlebte der Staatssekretär, der zudem Hauptmann der Reserve ist, zu Pferde sowie zu Fuß mit Schneeschuhen und mit Skiern im Gebirge.

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Wenn das Wetter es zulässt, unterstützen Hubschrauber die Soldaten im Gebirge. Ein Gebirgsjäger signalisiert dem Piloten eines NH 90 den Landeplatz auf der Reiteralpe.
(Foto Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23, Oberstabsgefreiter Achim Keßler)

Hoch zu Ross durch Feld und Flur
Der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, begrüßte Dr. Tauber zu Beginn seines Besuches in der Hochstaufen-Kaserne. Im Anschluss ging es auf den Standortübungsplatz Kirchholz, wo die Dienststellenleiterin des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 (EAZ 230), Oberfeldveterinär Heike Henseler, dem Staatssekretär das Aufgabenspektrum und die Fähigkeiten ihrer einzigartigen Einheit vorstellte. Das EAZ 230 ist die einzige Pferde und Maultier haltende Einheit der Bundeswehr. Durch die Versorgung und den Transport verschiedenster Güter unterstützen die Tragtiere die Gebirgsjäger in den entlegensten Gebirgspassagen, wo Menschen und Maschinen durchaus an ihre Grenzen stoßen. Dr. Tauber besichtigte beritten auch einzelne Stationen, wie den Biwakplatz, den Versorgungsbereich für die Tiere, die Feldschmiede und die Gefechtsausbildung der Gebirgsjäger der Einheit.

Von der Historie in die Gegenwart
Zurück in der Hochstaufen-Kaserne bekam der Staatssekretär eine Führung durch die Regionalausstellung der Gebirgsjägerbrigade 23. Dabei erhielt er einen Einblick in die Geschichte der Gebirgstruppe der Bundeswehr, eine Übersicht über die verschiedenen Standorte, die spezielle Ausbildung sowie die bislang absolvierten Auslandseinsätze, in denen sich die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 seit über 25 Jahren in Einsätzen beweisen.

Besondere Ausrüstung für besondere Aufträge
Anschließend erhielt Dr. Tauber eine ausführliche Einweisung in die neu beschaffte Ausstattung für extreme Temperaturen. Er ließ es sich nicht nehmen, Teile dieser besonderen Ausrüstung anzuprobieren. „Die Ausstattung, die wir haben ist toll“, er-läutert Brigadegeneral Sembritzki. Und ergänzt: „Sie ist nur noch nicht in ausreichender Stückzahl vorhanden.“ Die Gebirgsjägerbrigade 23 ist für den Kampf im schwierigen bis extremen Gelände, einschließlich großer Höhen und unter extremen Klima- und Wetterbedingungen spezialisiert. Das macht die Gebirgsjägerbrigade 23 zu einem einzigartigen Großverband in der Bundeswehr.

Fahrzeugschau mit Überraschung
Nach der Mittagspause informierte sich Dr. Tauber bei einem Gespräch mit Vertrau-enspersonen, Vertretern der Beteiligungsgremien und Kompaniefeldwebeln über die innere Lage der Brigade. Bei der anschließenden Fahrzeugschau hielten die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231 eine ganz spezielle Überraschung für den Staatssekretär bereit. Nachdem Gefechtsfahrzeuge vom Typ Boxer und Wiesel vor-gestellt wurden, bekam Dr. Tauber ein für ihn alt bekanntes Gefährt zu sehen.

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Dr. Peter Tauber damals (li. Bild, sitzend re.) und heute (re. Bild, sitzend li.).
(Foto
Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23, Oberstabsgefreiter Achim Keßler)

Auf seinem Instagram-Profil hatte der Staatssekretär vor Kurzem ein Foto aus seiner Zeit als Wehrpflichtiger präsentiert, auf dem er zusammen mit seinen Kameraden auf einem Gefechtsfahrzeug vom Typ M113 zu sehen war. Kurzerhand organisierte das Bataillon ein baugleiches Fahrzeug für ein erneutes Gruppenbild.

Auf den Spuren des Besonderen Fähigkeitsprofils
Ausgestattet mit Skiern und Schneeschuhen ging es danach mit einem GTX Boxer weiter zur Seilbahn und auf den Gebirgsübungsplatz Reiteralpe. Beim anschließen-dem Marsch auf Schneeschuhen durch die winterliche Landschaft des Hochplateaus bekam der Staatssekretär einen Eindruck vom Gebirgsübungsgelände sowie vom Winterbiwak des Gebirgsjägerbataillons 231.

Rund 250 Soldatinnen und Soldaten stellten auf knapp 1.700 Metern verschiedene Ausbildungsthemen des Gebirgs- und Winterkampfes vor. Nach Einbruch der Dunkelheit wurden Dr. Tauber auch die Fähigkeiten der Gebirgsjäger zum Nachtkampf vorgeführt, bevor dieser Tag in einer Bundeswehrberghütte gemütlich beendet wurde.

Der folgende Tag begann für den Staatssekretär mit dem sogenannten Ski-Jöring. Bei den Gebirgsjägern wird diese Praktik angewendet, um skibewegliche Truppen schnell und kraftsparend über eine größere Entfernung zu verbringen. Ein Überschneefahrzeug vom Typ BV 206 Hägglund zog Dr. Tauber auf Skiern zu einem Ausbildungsplatz, wo ihm die Suche und Bergung von Lawinenverschütteten, deren Erstversorgung sowie der Abtransport per Hubschrauber vorgestellt wurde.

Bandbreite von Bündnisverteidigung bis Stabilisierungsmission
Zum Abschluss konnte eine kleine Gruppe von Soldaten zusammen mit dem Staatssekretär das Ausbildungsgelände der Reiteralpe bei einem Rundflug mit einem Transporthubschrauber NH 90 aus der Luft betrachten. Die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 231, die dort gerade ihre Gebirgs- und Winterkampfausbildung durchlaufen, um vor allem für die Landes- und Bündnisverteidigung einen entsprechenden Ausbildungsstand zu erhalten, gehen bald in die Vorausbildung für den ab September anstehenden Auslandseinsatz in Mali. Dort werden sie nicht im Gebirge, sondern unter extremen Klimabedingungen in der Wüste, für rund sechs Monate die Stabilisierungsmission MINUSMA der Vereinten Nationen unterstützen.

Fazit des Staatssekretärs: „Es ist beeindruckend zu sehen, mit welcher Begeisterung die Gebirgsjäger ihren Dienst verrichten“, stellt Dr. Tauber zum Abschluss fest. „Die militärische Fähigkeit zum Kampf, insbesondere das Zurechtkommen in diesem speziellen Gelände macht die Gebirgstruppe zu etwas Besonderem. Es hat mir sehr, sehr gut gefallen, denn auch die Kameradschaft ist besonders.“

Nachdem die Delegation die Talstation wieder erreicht hatte, endete der Besuch des Staatssekretärs mit einer Führung durch die Wehrtechnische Dienststelle 52 (WTD 52) am Fuße des Gebirgsübungsplatzes.

Quelle PIZ Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“

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