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thyssenkrupp Marine Systems und Embraer rüsten die brasilianische Marine für die Zukunft aus

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Kiel, 28. März 2019 – Das Konsortium Águas Azuis, bestehend aus thyssenkrupp Marine Systems, Embraer Defense & Security und Atech ist von der brasilianischen Marine für den Bau von vier Verteidigungsschiffen der Korvetten-Klasse Tamandaré (CCT) als bevorzugter Bieter ausgewählt worden. Das Ergebnis, das heute (28. März) bekanntgegeben wurde, stellt einen neuen Meilenstein für die maritime Verteidigungs- und Marineindustrie des Landes dar.

Unter der Führung von thyssenkrupp Marine Systems werden die Mitgliedsunternehmen des Konsortiums Águas Azuis ein Joint-Venture (Specific Purpose Company) für die Ausführungsphase des Programms bilden. Die Unternehmen und ihre Tochtergesellschaften haben eine langjährige Beziehung und eine starke Präsenz im Land. Diese solide und starke Partnerschaft in Brasilien zeichnet sich insbesondere dadurch aus, bereits unter Beweis gestellte Technologien nicht nur für das CCT Programm langfristig zu sichern, sondern auch zukünftige strategische Verteidigungsprojekte im Land weiterzuentwickeln.

„Wir schätzen es sehr, dass die brasilianische Marine uns den Bau der Korvetten der Tamandaré Klasse anvertraut. Die Teilnahme am CCT Programm stärkt unsere Führungsposition sowie die bewährten Technologien, die wir der maritimen Verteidigungsindustrie weltweit seit fast zwei Jahrhunderten anbieten“, kommentierte Dr. Rolf Wirtz, CEO von thyssenkrupp Marine Systems. „Diese Partnerschaft wird hoch qualifizierte Arbeitsplätze und Technologien ins Land bringen und die Verteidigungsindustrie von Brasilien stärken“, fügte Dr. Wirtz hinzu.

„Im Konsortium mit thyssenkrupp Marine Systems bieten wir ein solides nationales Partnerschaftsmodell mit der erwiesenen Fähigkeit an, den Technologietransfer nachhaltig zu sichern und dessen Weiterentwicklung für zukünftige strategische Verteidigungsprojekte in Brasilien zu ermöglichen. Wir waren immer zuversichtlich, dass unser Angebot den operativen Bedürfnissen der brasilianischen Marine gerecht wird“, fügte Jackson Schneider, Präsident und CEO von Embraer Defense & Security hinzu.

Nationale Souveränität – Mit dem CCT Programm wird die brasilianische Marine ihre Flotte erweitern und modernisieren. Durch die Indienststellung der vier Korvetten zwischen 2024 und 2028 erhält die Marine neue Geleitschiffe. Deren Hauptaufgaben liegen in der Abwehr möglicher Bedrohungen, dem Schutz des Seeverkehrs und der Überwachung der brasilianischen Hoheitsgewässer – dem sogenannten „Blue Amazon“ mit einer Gesamtfläche von über 4,5 Millionen km². Die Geleitschiffe werden auch bei Friedensmissionen und humanitären Einsätzen eine bedeutende Rolle spielen, und somit einen wichtigen Beitrag zur brasilianischen Diplomatie leisten.

Das CCT Programm wird wertvolle Beiträge für die brasilianische Wirtschaft leisten:

– Ein lokaler Anteil von mehr als 40% beim Schiffbau und der Entwicklung modernster Systeme;

– Schaffung von mehr als 1.000 direkten und ca. 4.000 indirekten Arbeitsplätzen;

– Förderung von Wettbewerbsfähigkeit, zur Erfüllung der zukünftigen Anforderungen der brasilianischen Marine und Export von Produkten der Marineverteidigung;

– Einbeziehung von Forschungs- und Entwicklungszentren;

– In-Service Support Fähigkeit für lebenslange Erhaltung von Hightech-Produkten.

Das Programm umfasst einen starken Technologietransfer für den militärischen Schiffbau sowie für die Führungs- und Plattform-Managementsysteme. Als eine der modernsten Werften Brasiliens, wird die Aliança-Oceana als Schiffbauer des Konsortiums Águas Azuis der Empfänger des Technologietransfers im militärischen Schiffbau sein. Die Werft befindet sich in Itajaí (Bundesstaat Santa Catarina), einer Region mit einer stark entwickelten Schiffbauindustrie. Die Werft ist Teil der Oceana Offshore Group, ein Unternehmen mit mehr als 20 Jahren Erfahrung im Schiffbau und im Schiffsbetrieb für die Offshore-Ölforderung. Mit einer Fläche von rund 31 Hektar ist Oceana ausgerüstet um 4 bis 6 Offshore-Schiffe mit modernsten Engineering- und Bausystemen pro Jahr zu bauen – mit dem dazugehörigen hohen Automatisierungsgrad und Einsatz modernster Technik.

© www.thyssenkrupp-marinesystems.com

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