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Zivile Luftfahrt sorgt für Wachstum bei Flugzeug- und Triebwerksherstellern

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ILA 2014 – Messebericht vom 21. Mai

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Auch der zweite Tag der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung 2014 lockte wieder zahlreiche Besucher an die Messestände. Ebenso sorgte das abwechslungsreiche Flugprogramm erneut für Unterhaltung und Spannung.

Die Eurofighter Jagdflugzeuge GmbH nutzte die Luft- und Raumfahrtausstellung um das breite Fähigkeitsspektrum des Eurofighter TYPHOON präsentieren. Eine zentrale Rolle spielt dabei die künftige Bewaffnung des Mehrzweckkampfflugzeugs, sowohl für den Luftkampf als auch für die Bekämpfung von Boden- und Seezielen.

Dabei soll die weitreichende Luft-Luft-Rakete MBDA METEOR, die eine Bekämpfung von Luftzielen weit jenseits der Sichtweite ermöglicht, wesentlich zur Leistungssteigerung der TYPHOON im Luftkampf beitragen. Für die Bekämpfung von Bodenzielen kann das Kampflugzeug mit den weitreichenden und präzisen Marschflugkörpern des Typs TAURUS und STORM SHADOW ausgerüstet werden. Für kürzere Distanzen stehen dem Eurofighter neben Paveway-Präzisionsbomben die Panzerabwehrlenkwaffen wie die MDBA BRIMSTONE zur Verfügung. Die breite Palette für eine mögliche Bewaffnung soll die Position des Eurofighters, als eines der modernsten mehrrollenfähigen Kampfflugzeuges der Welt, langfristig festigen.

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MTU baut ziviles Triebwerksgeschäft weiter aus
Mit zivilen und militärischen Triebwerksprogrammen sowie Instandhaltungsdienstleistungen präsentiert sich MTU Aero Engines auf der ILA 2014. Angesichts des weltweit wachsenden Passagierverkehrs will sich der Triebwerkshersteller in allen Triebwerksegmenten stark positionieren. Daher werde das Zivilgeschäft, das bereits einen Anteil von 50 Prozent am Gesamtumsatz hat, weiter ausbauen, so der CEO Reiner Winkler.

Dabei werden die technologischen Anforderungen immer höher: Leiser, sparsamer und schadstoffärmer müssen die künftigen Antriebe sein. Diese haben mit einen maßgeblichen Einfluss auf die Treibstoffkosten, die derzeit etwa 30 Prozent an den Gesamtbetriebskosten einer Fluggesellschaft ausmachen.

Wesentlicher Meilenstein stellt der für Anfang September erwartete Erstflug des Airbus A320neo dar, für dessen Getriebefan-Antrieb das Unternehmen die schnelllaufende Niederdruckturbine und – zusammen mit dem US-Partner Pratt & Whitney – den Hochdruckverdichter beisteuert. Derzeit wird in München die Blisk-Halle für 60 Millionen Euro erweitert. Außerdem entsteht dort bis 2017 ein neues Logistikzentrum. Bereits ein Jahr zuvor wird die Endmontage von Triebwerken für den A320neo in Bayern beginnen. Auch die Kapazität des Zweigwerkes im polnischen Rzeszów soll um 50 Prozent erweitert werden.

Der Umsatzanteil im Militärgeschäft ist bei MTU in den vergangenen Jahren auf 13 Prozent gesunken. Dieser Anteil werde jedoch in den nächsten Jahren trotz gesunkener Verteidigungsetats stabil bleiben, so Programmvorstand Michael Schreyögg. Dennoch sei es für MTU wichtig, das Know-how in diesem Segment zu bewahren.

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10 Jahre MEADS: Lockheed Martin und MBDA feiern Partnerschaft
Hochrangige Vertreter der Firmen Lockheed Martin (USA) und MBDA (Deutschland und Italien) haben auf der ILA 2014 zehn Jahre Entwicklungspartnerschaft des trinationalen Luftabwehrprogramms MEADS (Medium Extended Air Defense System) gefeiert. Mittlerweile stehe mit MEADS ein ausgereiftes System zur Verfügung, hob MBDA bei einer Pressekonferenz hervor. Vor allem durch die Fähigkeit, zwei verschiedene, aus unterschiedlichen Richtungen anfliegende Ziele gleichzeitig zu bekämpfen, gilt MEADS als weltweit einzigartig. „MEADS ist das fortschrittlichste und fähigste Luftabwehrsystem, entwickelt, um aktuelle und zukünftige militärische Anforderungen zu erfüllen“, sagte Thomas Homberg, der Geschäftsführer von MBDA Deutschland.

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Airbusminister-Konferenz auf der ILA
Die vier Staatssekretäre der verantwortlichen Ministerien für die zivile Luft- und Raumfahrtindustrie Deutschlands, Frankreichs, Spaniens und Großbritanniens nutzten die ILA 2014 für ihren regelmäßigen Austausch mit dem Airbus-Management. Geleitet wurde die Konferenz von der Koordinatorin der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Brigitte Zypries. Der wachsende Markt für die zivile Produktpalette von Airbus wurde von allen Teilnehmern begrüßt.

Der Geschäftsbereich Airbus Defence & Space sieht eine wachsende Nachfrage insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum, aber auch im Mittleren Osten und in Afrika. Dagegen würden die großen Wachstumsmärkte China und Russland vorwiegend von ihren eigenen Unternehmen versorgt, die zudem zunehmend als Konkurrenten auf den Exportmarkt drängen. Für eine bessere Positionierung auf dem Weltmarkt sei es notwendig gewesen, die Kräfte der früheren Rüstungs- und Raumfahrtsparten Cassidian und Astrium sowie das Militärflugzeuggeschäft von Airbus zu bündeln. Ziel sei es, den Exportanteil von 40 auf 60 Prozent zu steigern.

Patrouille Suisse feiert auf der ILA seinen 50. Geburtstag
Nach einer Pause im Jahr 2012 ist die Patrouille Suisse auf die ILA zurückgekehrt und zeigt ihr Jubiläumsprogramm. Gegründet wurde die Flugstaffel der Schweizer Luftwaffe 1964 mit vier Hawker Hunter. Seit zwei Jahrzehnten fliegt die Patrouille Suisse sechs Northrop F-5E Tiger II in einer rot-weißen Sonderlackierung mit dem Schweizer Kreuz auf der Rumpfunterseite. Voraussichtlich ab 2016 sollen diese durch vier Boeing (McDonnell Douglas) F/A-18 Hornet ersetzt werden.

Zum 50jährigen Bestehen wurden neue Elemente und Figuren wie der „Hosenlupf“ und „Hornet“ in das Display aufgenommen, so der Kommandant der Patrouille, Oberstleutnant Daniel Hösli. Die sechs Piloten um den Leader in „Tiger Uno“, Hauptmann Simon „Billy“ Billeter zeigen ihr Können noch bis zum Sonntag auf der ILA 2014.

Verteidigungsministerin besucht ILA
Am zweiten Messetag hat Bundesministerin der Verteidigung Ursula von der Leyen die ILA 2014 besucht. Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichnete die Ministerin gemeinsam mit den Vorständen des DLR, Prof. Johann-Dietrich Wörner und Prof. Hansjörg Dittus, einen Vertrag über eine engere Zusammenarbeit im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin.

Darin wird eine Intensivierung der Partnerschaft zwischen DLR dem Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe vereinbart. So soll am DLR-Standort Köln und in der angrenzenden Kaserne Wahn in den kommenden Jahren ein Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin entstehen.

 

 

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