Im dtec.bw Projekt LUKAS wird ein neuartiges mobiles Messsystem zur Detektion, Warnung und Überwachung von partikelgebundenen Umweltschadstoffen sowie CBRN-Gefahrstoffen in der Luft (Aerosolen) entwickelt und im Feld erprobt.
Die eingesetzte Messtechnik basiert auf einem Einzelpartikel-Massenspektrometer (Single Particle Mass Spectrometer, SPMS), einem innovativen Verfahren der Laser-Massenspektrometrie. Kombiniert mit für diese Anwendung vollkommen neuen Ansätzen des überwachten maschinellen Lernens wird die chemische Charakterisierung einzelner Aerosol-Partikel in Echtzeitmöglich. Durch die kontinuierliche automatische Datenanalyse und eine simultane meteorologische Modellierung gelingt eine Ortung der Schadstoffquelle und die Prognose der Schadstoffausbreitung. Das LUKAS-Messsystem (Abmessungen ca. 1,5 x 0,75 x 1,5 Meter, Masse ca. 300 Kilogramm) ist mobil und kann per Pkw-Anhänger zum Einsatzort transportiert werden.
Im Rahmen des Projekts wurde die Technologie intensiv im Ostseeraum erprobt, in enger Zusammenarbeit mit Bedarfsträgern und dem Marinekommando. In mehreren mehrwöchigen Feldeinsätzen wurde dabei u.a. die Verwendung gesetzeskonformer Schiffstreibstoffe
überwacht.
