Modulare Technologie für präzise Treffer
Zwei Aufträge, ein Signal: Als VINCORION im Sommer Verträge über mehr als 100 Mio. Euro für Stabilisierungssysteme und Stromerzeuger meldete, ging es nicht nur um Stückzahlen. Es ging um eine Frage, die derzeit die gesamte Wehrtechnik beschäftigt: Wie lassen sich hohe Stückzahlen marktverfügbarer Lösungen liefern, ohne die Innovations- und Zukunftsfähigkeit aus den Augen zu verlieren?
Einen entscheidenden Vorteil bieten hier modulare Systeme, die sich schnell an unterschiedliche Plattformen anpassen lassen. Wie das funktioniert, zeigt die Turm- und Waffenstabilisierung GTD chaserV von VINCORION.
Höchste Ersttrefferwahrscheinlichkeit mit GTD chaserV
Die Stabilisierungstechnologie von VINCORION sorgt in modernen Panzerfahrzeugen wie dem KPz Leopard 2 und SPz Puma oder Boxer RCT 30 dafür, dass das Geschütz selbst bei hoher Geschwindigkeit und in unebenem Gelände stets präzise auf das Ziel ausgerichtet bleibt. Zugleich schafft der modulare Ansatz die Voraussetzungen für innovative Systemarchitekturen wie die Kampfpanzer Leopard 2 A8 oder Leopard 2 A-RC 3.0.
„Mit GTD chaserV kann der Schütze seine Ziele auch unter schwierigsten Bedingungen bekämpfen – für eine maximale Ersttrefferwahrscheinlichkeit“, erklärt Dennis Hunold, Head of Sales Vehicle Systems bei VINCORION. „Entscheidend dafür ist das exakte Zusammenspiel von Lage- und Bewegungssensoren, Elektronik, Antrieben und Datenverarbeitung. Die Bewegungen des Fahrzeugs und der Rückstoß des Schusses müssen kontinuierlich und unmittelbar kompensiert werden, damit die Waffe das Ziel exakt anvisieren kann.“
Vorkonfigurierte Module mit hoher Anpassungsfähigkeit
und Ausbau von Fertigungskapazitäten liefern schnelle Marktverfügbarkeit
Die technische Grundlage dafür bildet der modulare Aufbau von GTD chaserV. Das System basiert auf vorqualifizierten Komponenten und Modulen, die sich in kürzester Zeit an Nutzer und Fahrzeug anpassen lassen. Das ist insbesondere mit Blick auf Neuentwicklungen von Kampfpanzern der OEMs relevant, die zunehmend auf unbemannte Turmtechnologien und -designs setzen. Für die neueste Variante des Kampfpanzers von KNDS, den Leopard 2 A8, wurde die Qualifikation erst kürzlich abgeschlossen.
Doch nicht nur die Technologie muss sich an die großen Beschaffungsvorhaben anpassen. „Die Industrie muss hier zwei Geschwindigkeiten beherrschen, denn Großaufträge bedeuten auch, die Kapazitäten schnell hochzufahren. Das haben wir für die Turm- und Waffenstabilisierung bereits parallel zur Weiterentwicklung unter Zeitdruck mit neuen Fertigungslinien realisiert.“, erklärt Dennis Hunold.
Bewährt für etablierte Plattformen: Leopard 2, Puma, Panzerhaubitze 2000 und Boxer RCT 30
Dabei bringt VINCORION langjährige Erfahrungen und Systemkompetenz als Zulieferer moderner Gefechtsfahrzeuge mit: „Wir produzieren zahlreiche Komponenten für den Kampfpanzer Leopard 2. Neben dem Richt- und Stabilisierungssystem für Turm und Waffe werden auch der Generator und weitere Komponenten für den rund 1500 PS starken Dieselmotor an unseren deutschen Standorten gefertigt“, erzählt Hunold. „Dabei sehen wir einen zunehmenden Energiebedarf in der Vielzahl der Sensoren, Effektoren oder Kommunikationssysteme. Auch hier widmen wir uns den gestiegenen Anforderungen der anspruchsvollen Systemarchitekturen, da wir hier auf 70 Jahre Erfahrung in der Waffen- und Sichtstabilisierung sowie der Energieversorgung in gepanzerten Großfahrzeugen zurückblicken können.“ Die technischen Lösungen kommen jedoch nicht nur im deutschen Kampfpanzer zum Einsatz, sondern beispielsweise auch im SPz Puma oder RSPz Schakal (Boxer RCT 30).
Damit bietet das Unternehmen aus Wedel bei Hamburg einen ganzheitlichen Ansatz für ein breites Missionsspektrum. Mit modularen Designs können Produkte wie GTD chaserV dabei flexibel an neue Plattformen und Anforderungen angepasst und zugleich in großen Stückzahlen verfügbar gemacht werden. Innovation und Skalierbarkeit sind damit kein Widerspruch mehr.
