Quantum Systems: Kontinentübergreifende Multi-Domain-Koordination von UxS

Bei „Forward Edge 26“ hat Quantum Systems in vier realistischen Einsatzszenarien die dimensionsübergreifende Koordination und Fernsteuerung besatzungsloser Systeme demonstriert. (© Quantum Systems)
Bei „Forward Edge 26“ hat Quantum Systems in vier realistischen Einsatzszenarien die dimensionsübergreifende Koordination und Fernsteuerung besatzungsloser Systeme demonstriert. (© Quantum Systems)

Quantum Systems hat in seiner zweiwöchigen Multi-Domain-Übung „Forward Edge 26“ auf einem Truppenübungsplatz in Mitteldeutschland die Koordination besatzungslose Systeme über die Domänen Luft, Land und See hinweg sowie die kontinentübergreifende Fernsteuerung demonstriert. Die nahtlose Integration aller beteiligten Komponenten erfolgte über die hauseigene Software-Suite MOSAIC UXS, schreibt Quantum Systems in einer Mitteilung. 

Vier realistische Einsatzszenarien

Anhand von vier realistischen Einsatzszenarien demonstrierte das Unternehmen gemeinsam mit ausgewählten Industriepartnern das Zusammenspiel modernster Verteidigungstechnologien.

  1. Das erste Szenario umfasste besatzungslose Verteidigungsoperationen, bei denen simulierte gegnerische Kräfte durch Aufklärung erkannt sowie durch Counter-UAS-Systeme und besatzungslose Bodensysteme abgewehrt wurden.
  2. Das zweite Szenario widmete sich dem Konvoi- und Kräfteschutz durch großflächige Routenüberwachung und den Einsatz laserbasierter Abwehrsysteme.
  3. Im dritten Szenario wurden luftgestützte und maritime Einheiten vernetzt, um Küsten- und Hafenschutzmaßnahmen zu simulieren.
  4. Das vierte Szenario behandelte Minenverlegung und Routenräumung auf Basis realer Einsatzerfahrungen von Quantum Systems in der Ukraine.

 Fernsteuerung über Kontinente hinweg

Ergänzend dazu wurde die Fernsteuerung besatzungsloser Systeme über Kontinente hinweg – unter Einbindung von Standorten in der Ukraine, den USA und Australien – erfolgreich erprobt. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag auf der Einbindung diverser Dritthersteller in eine einheitliche Systemarchitektur. Zu den beteiligten Partnern gehörten unter anderem Daimler Truck, Frontline Robotics, Planet, Volkswagen, XTEND sowie die deutsch-ukrainischen Joint Ventures QFI und QTI. 

Operativer Mehrwert durch gemeinsame, KI-gestützte Architektur

Nach Aussage der Unternehmensführung zeigte die Übung, dass vollautomatisch orchestrierte und softwaregesteuerte Multi-Domain-Operationen bereits heute Einsatzrealität sind. Für Streitkräfte liegt der operative Mehrwert vor allem in der Ablösung isolierter Einzelfähigkeiten durch eine gemeinsame, KI-gestützte Architektur, die Aufklärung, Schutz und operative Missionsdurchführung effizient vereint. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen direkt in die weitere Entwicklung und Validierung der Systeme einfließen.

Autor: Gerhard Heiming, Redakteur wehrwirtschaft

Hier lesen Sie die aktuellen Ausgaben.

Aktuelle Beiträge lesen Sie bei Soldat & Technik

Verwandte Themen:

Rheinmetall übernimmt zusammen mit der Schweizer Reederei MSC die insolvent gewordene Mangalia-Werft im Süden von Constanța für rund 138...

Israel Aerospace Industries (IAI) und SIG Sauer haben am 13. Oktober auf der AUSA 2026 einen erfolgreichen Schießtest des...

Airbus Defence and Space hat im Rahmen der NATO-Übung Spartan Arrow 26 auf Kreta wichtige Elemente der binationalen Luftverteidigung...

Weitere Nachrichten
HHK+ Vorteile nutzen
mockup complete

Erhalten Sie jetzt einen Zugang zu den HHK+ Artikeln & Magazinen vom Hardthöhen-Kurier

Aktuelle Magazine
Partner & Anzeigen
Partner unsere Sonderpublikationen