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Rheinmetall bringt 128 polnische Leopard 2-Kampfpanzer auf den neuesten Stand

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Leopard2A4 Polen HQDüsseldorf, 22. Februar 2016 – Rheinmetall ist erneut erfolgreich bei einem umfangreichen Modernisierungsprogramm im Bereich der schweren Kampffahrzeuge. In Polen ist der Düsseldorfer Konzern nun damit beauftragt worden, 128 Leopard 2-Kampfpanzer einer umfassenden Modernisierung zu unterziehen.

In einer industriellen Kooperation mit der Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) und ZM Bumar-Labedy S.A. ist Rheinmetall der strategische Partner der polnischen Unternehmen und steuert entscheidende Schlüsseltechnologien – unter anderem in der Elektronik und bei der Waffentechnik – bei. Für Rheinmetall verbindet sich mit dem Projekt ein Auftragsvolumen von insgesamt rund 220 MioEUR. Im Zuge der Modernisierung sollen die 128 Leopard 2 A4 Kampfpanzer, die die polnische Armee 2002 aus Beständen der Bundeswehr gekauft hat, auf den neuen Standard Leopard 2 PL gebracht werden, der dem des deutschen Leopard 2 A5 bzw. A6 entspricht. Nach Kanada und Indonesien ist Polen bereits der dritte Leopard-Nutzerstaat, der sich für Rheinmetall als bevorzugten Technologiepartner in einem solch umfassenden Modernisierungsprogramm entscheidet. Neben der Bundeswehr verfügen Streitkräfte in 17 Staaten über Leopard 2-Panzer. 

Wertschöpfung auch in Polen: Die Bereitschaft Rheinmetalls zu einem engen technologischen Austausch und zu einer besonders intensiven Einbindung der dortigen Industrie hat für die polnische Regierung den Ausschlag für die Auswahl Rheinmetalls als strategischem Partner gegeben. Für Polen verbindet sich damit sowohl die Schaffung hochqualifizierter Arbeitsplätze wie auch der Erwerb von wehrtechnischem Know-how. Am 28. Dezember 2015 hatte die Rüstungsinspektion der polnischen Streitkräfte mit PGZ als Hauptauftragnehmer und ZM Bumar-Labedy S.A. als Integrator einen Vertrag zur Kampfwertsteigerung der Leopard 2 A4 abgeschlossen. Rheinmetall war an der Entwicklung des Umrüstpakets maßgeblich beteiligt und stand zu diesem Zeitpunkt als strategischer Partner bereits fest. Der nun unterzeichnete Vertrag legt die Einzelheiten der Beteiligung Rheinmetalls an dem Modernisierungspaket fest. 



Ehrgeiziger Zeitplan für umfassende Modernisierung

Die vertragliche Vereinbarung sieht vor, dass das Konsortium Ende 2017 einen Prototypen ausliefert, dem nach Serienfreigabe durch die Streitkräfte ab 2018 zunächst fünf Kampfpanzer folgen sollen, die bei Rheinmetall umgerüstet werden. Die nächsten zwölf Exemplare werden unter Anleitung Rheinmetalls bei Bumar-Labedy fertiggestellt. Danach übernimmt die polnische Seite die Projektleitung und liefert die restlichen 110 nachgerüsteten Kampfpanzer bis 2020 aus. Im Mittelpunkt der Modernisierung stehen vor allem Verbesserungen der Waffen- sowie der Feuerleitanlage, die Erweiterung um modernste elektronische Komponenten wie auch eine Erhöhung des Schutzes der Leopard-Panzer. Die Feuerleitanlage wird mit Softwareanpassungen an neue Munitionssorten angepasst, wie sie ebenfalls von Rheinmetall für den Leopard entwickelt und produziert werden. Die Sensorik wird um Wärmebildgeräte der neuesten Generation erweitert. Die Waffenanlage mit dem L44-Rohr von Rheinmetall (u.a. Rohrrücklaufsystem, Verschluss und Mündungsbremse) wird verbessert, so dass die neuen Munitionssorten DM11 HE (tempierbare Hohlladungsmunition) und DM63 KE (Treibspiegelgeschoss mit temperaturunabhängigem Pulver) eingesetzt werden können. Neue AMAP-Schutzelemente von IBD Deisenroth verbessern den Schutz gegen KE- und HE-Geschosse. Einem bestmöglichen Schutz der Besatzung dienen auch neue minensichere Sitze und die Einrüstung einer Feuerlösch- und Brandunterdrückungsanlage. Rheinmetall ist ebenfalls verantwortlich für das neue Onboardsystem zur Steuerung und Überwachung der Fahrzeugkomponenten sowie zur Datenverteilung. Der Turm wird auf elektrische Richtantriebe umgestellt, die neben Präzisions- und Platzvorteilen die Gefährdung der Besatzung reduzieren. Zur Verbesserung der Nahaufklärung im Heckbereich und zur Unterstützung des Fahrers wird eine Videokamera eingesetzt. 



Über 40 Jahre Kompetenz im Panzerbau: Als eines der leistungsfähigsten Systemhäuser der Heerestechnik verfügt Rheinmetall über mehr als vierzig Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von gepanzerten Kampffahrzeugen sowie den dazugehörigen Unterstützungsfahrzeugen. Vom Leopard 2, der unverändert den Maßstab für moderne Kampfpanzer bildet, existieren insgesamt über 3.600 Exemplare. 
Rheinmetall war im Rahmen der Beschaffung des Kampfpanzers Leopard 2 durch die Bundeswehr und die Niederlande maßgeblich an der Entwicklung und Produktion beteiligt. Von insgesamt 2125 Leopard 2 in der Version A4 hat Rheinmetall 977 Fahrzeuge in Kiel vollständig hergestellt und an die Endkunden Deutschland und Niederlande geliefert.

www.rheinmetall-defence.com

 

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