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Interview mit Generalleutnant Michael Vetter, Abteilungsleiter Cyber/Informationstechnik im Bundesministerium der Verteidigung

Herr General, welche wesentlichen Herausforderungen müssen in Ihrem Verantwortungsbereich zurzeit zeitkritisch gelöst werden? Am augenfälligsten ist sicherlich die Umsetzung der Programme und Projekte des Sondervermögens Bundeswehr. Die Abteilung Cyber/Informationstechnik (Abt CIT) verantwortet die Programme und Projekte der Titelgruppe 3 Führungsfähigkeit und Digitalisierung. Wir sind aber auch im Bereich Bekleidung und persönliche Ausstattung vertreten (Sprechsätze mit Gehörschutz), in der Dimension Luft (Radargeräte) und im Bereich Forschung und Entwicklung. Bei der Führungsfähigkeit und Digitalisierung haben wir die Chance, durch das Sondervermögen unsere vorhandenen Defizite über die gesamte Funktionskette von der IT-Infrastruktur in Deutschland über die strategische Vernetzung, die verlegefähige Infrastruktur im Einsatz bis hin zur hochmobilen taktischen Vernetzung nachhaltig abzubauen. Einzelvorhaben umfassen die Modernisierung unserer Rechenzentren, den Ersatz unserer Kommunikationssatelliten, die Beschaffung verlegefähiger Rechenzentren, die taktische Vernetzung bis hin zum Soldatenfunkgerät für den abgesetzten Infanteristen. Wir schaffen damit einen durchgängigen Informations- und Kommunikationsverbund, der auch die Basis für die Teilhabe an Multi-Domain Operations bildet. Bei der Umsetzung ist Zeit der entscheidende Faktor. Wir wollen und müssen die notwendigen Verträge bis Mitte des kommenden Jahres geschlossen haben.

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GenLt Michael Vetter im Gespräch mit Chefredakteur Michael Horst (Foto ©Horst)

Wir konnten aus dem Sondervermögen bereits erste Projekte unter Vertrag nehmen wie z. B. die Absicherung des Flugbetriebs unserer vorhandenen Kommunikationssatelliten, die Beschaffung von Soldatenfunkgeräten und die Beschaffung der Führungsfunkgeräte aus dem Programm „Digitalisierung landbasierter Operationen“. Die ersten Funkgeräte werden zeitnah zulaufen; die Musterintegrationen werden sich dann anschließen. Neben der Umsetzung des Sondervermögens wollen wir aber auch die Art und Weise ändern, wie wir querschnittliche IT-Services planen und bereitstellen. Der Begriff ist hier die „Digitalisierungsplattform für den Geschäftsbereich BMVg“ – zugegeben, ein etwas sperriger Begriff. Die Digitalisierungsplattform zielt darauf ab, ITServices schneller, aufwandsärmer und nutzerorientierter bereitzustellen, indem wir standardisierte sowie wiederverwendbare und damit querschnittlich nutzbare IT-Services in sogenannten Clustern bereitstellen. Dabei setzen wir überwiegend auf marktverfügbare Lösungen anstelle militärischer Eigenentwicklungen, wollen deutlich stärker TOP DOWN steuern und eine übergreifende Portfoliosteuerung einschließlich eines konsequenten Forderungscontrollings etablieren. Wichtig ist auch, dass Clusterprogramme als bedarfs- und haushaltsbegründende Unterlage dienen und jährlich fortgeschrieben werden.

Neben dem BMVg bilden das Kommando Cyber- und Informationsraum/Zentrum Digitalisierung der Bundeswehr, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr und die BWI GmbH den Wirkverbund der Digitalisierungsplattform. Auch hier reden wir nicht mehr über „Zukunftsideen“; wir sind im Wirkbetrieb und die Clusterprogramme bringen schon ihre Services in den Planungsprozess aktiv ein. Neben diesen Schwerpunkten in den Bereichen Planung und Rüstung müssen wir uns natürlich aktiv mit der veränderten Sicherheitslage nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine befassen. Dies betrifft insbesondere die Cybersicherheit und die Resilienz unserer Systeme. Dazu bringen wir uns in die Erarbeitung der nationalen Sicherheitsstrategie ein und arbeiten aktiv an der Überarbeitung der Cybersicherheitsstrategie Deutschlands sowie der Anpassung der Cybersicherheitsarchitektur mit.  

Hier lesen Sie das ganze Interview : Hardthöhenkurier

 

 

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