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Kommando Heer – THESENPAPIER III Rüstung digitalisierter Landstreitkräfte

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Bottom Line upfront – “The Need for Speed!“

Technologische Innovationen entstehen in immer kürzeren Zyklen und überwiegend im zivilen Umfeld. Globale Innovationszyklen und national angewandte Verfahren zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte sind nicht mehr kongruent. Innovationsmanagement erfordert entwicklungsnahe Erprobung mit dem Ziel der innovationsnahen, planmäßigen und kontinuierlichen Erneuerung – mithin die kontinuierliche Zusammenarbeit und das direkte Zusammenwirken von Anwendern und Anbietern. Dagegen ist dem Beschaffungswesen in Deutschland immanent, nach maximaler (rechtlicher) Absicherung zu streben und hierfür Nachteile hinsichtlich der möglichen Innovationsgeschwindigkeit und zu fordernder Effektivität in Kauf zu nehmen. Selbst auferlegte und weitgehend auf zivilen Vorgaben beruhende nationale Regelungen verhindern, dass die Landstreitkräfte mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Diese Regelungen und Bestimmungen können und müssen angepasst werden. Sie stehen dem Ziel der konsequenten Erneuerung der Landstreitkräfte entgegen. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen und Rahmenbedingungen für die Fähigkeitsentwicklung der Landstreitkräfte ist es erforderlich, ein gemeinsames Gefühl für die Dringlichkeit der notwendigen Veränderungen zu entwickeln, eine höhere Bereitschaft aufzubringen Risiken einzugehen und diese zu managen sowie den Fokus klar auf das Schaffen von Fähigkeiten zu richten. Alles andere hat sich dem unterzuordnen, denn nur so kann die Wirkungsüberlegenheit deutscher Landstreitkräfte zurückgewonnen werden. Die bisher beschrittenen Wege zur Beschaffung von Ausrüstung für die Bundeswehr führen schon heute zu nicht voll einsatzbereiten Landstreitkräften, für moderne digitalisierte Landstreitkräfte der Zukunft erscheinen sie weitgehend ungeeignet.

Generalleutnant Frank Leidenberger

 

Deutschland braucht innovative Lösungen für digitalisierte Landstreitkräfte.

Das deutsche Heer bewährt sich seit mehr als zwanzig Jahren in Auslandseinsätzen; um dies zu ermöglichen mussten jedoch Fähigkeiten vernachlässigt oder aufgegeben werden. Die Ausstattung des Heeres und die Fähigkeit zur Landes- und Bündnisverteidigung haben darunter gelitten. Gleichzeitig haben sich die Rahmenbedingungen sowohl sicherheitspolitisch als auch technologisch tiefgreifend verändert. Innovations- und Entscheidungszyklen sind aufgrund rasant zunehmender Digitalisierung deutlich kürzer geworden. Die Vorgaben für das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr legen nun im Kern fest, dass die Streitkräfte zukünftig konsequent an den NATO-Planungszielen auszurichten sind. Europäische Anstrengungen (bspw. PESCO) und strategische Entscheidungen wirken parallel und erhöhen das Anforderungsspektrum. Die Trendwenden Personal und Finanzen sind richtige erste Schritte zur Heilung bestehender Lücken. Mit Blick auf die Zukunftsfähigkeit der Landstreitkräfte besteht jedoch deutlich Handlungsbedarf darüber hinaus. Hieraus ergibt sich die Forderung nach agilen und flexiblen Strukturen und Prozessen innerhalb der gesamten Bundeswehr und im BMVg. Chancen und Risiken sind schneller als bisher zu erkennen und zu validieren sowie Fähigkeiten verfügbar zu machen, so dass die Wirkungsüberlegenheit wieder gewonnen und künftig gehalten werden kann. Das deutsche Heer hat seine Vorstellungen zu Lösungsmöglichkeiten für die jetzigen und zukünftigen Herausforderungen in den Thesenpapieren „Digitalisierung von Landoperationen“ und „Wie kämpfen Landstreitkräfte künftig?“ dargestellt. Sie beschreiben das Zielbild für Landstreitkräfte der Zukunft und dienen weiterhin der Diskussion und Reflexion sicherheitspolitischer und technologischer Rahmenbedingungen. Das vorliegende Thesenpapier formuliert dagegen spezifische Vorschläge zur konsequenten Ausplanung, Bereitstellung und nachhaltigen Erneuerung einsatzbereiter und innovativer Streitkräfte für Digitalisierte Landbasierte Operationen. Diese sollten am besten bereits in einem europäischen Rahmen entstehen, nachhaltig die NATO Planungsziele erfüllen und politischen Entscheidungsträgern tragfähige Handlungsoptionen bieten.

 

Die Verfahren für Planung, Beschaffung und den Haushaltsvollzug sind regelmäßig zu langsam und gefährden so die äußere Sicherheit Deutschlands

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© Autorenteam Kommando Heer – Kdo H II 1 (2), Strausberg, April 2018

HHK Redaktion: Über den nachfolgenden Link können Sie das gesamte Thesenpapier abrufen.

http://www.deutschesheer.de/resource/resource/akw4c29TUHF0T1pTSTBuQ3hOUWQwNFA3Zjl1d1FmcDdmQnBneGxvQjJGcUpQeFk5MHE3ZWRxdm4vbkhjVnpWc0FBNVBxcng5ZWxrSU1HME9OQTdjdlhzYzNaQUs0Q0tWU0ViZmh4RUtOc2s9/180327%20Thesenpapier%20III%20R%C3%BCstung%20digitalisierter%20Landstreitkr%C3%A4fte.pdf

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