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Rheinmetall mit Rekordergebnis nach drei Quartalen

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Zweistelliges Wachstum bei Umsatz und Ertrag

  • Konzernumsatz steigt um 14% auf 3.105 MioEUR
  • Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legt konzernweit um 30 MioEUR auf 203 MioEUR zu (+17%)
  • Defence: Stabile Entwicklung auf hohem Niveau
  • Automotive: Deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung
  • Umsatz- und Ergebnisprognosen für 2011 präzisiert

Mit einer exzellenten Performance der Automobil-Sparte und neuen Umsatz- Höchstwerten bei Defence präsentiert der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern nach Ablauf des dritten Quartals 2011 ein Rekordergebnis. Für die ersten neun Monate meldet die Rheinmetall AG einen konzernweiten Umsatzzuwachs um 14% und dabei ein um 17% gestiegenes Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT).

Das Umsatzplus wird von beiden Konzernsparten getragen, wobei Automotive mit 19% Wachstum noch besser abschneidet als der Defence-Bereich, der um 8% zulegt.

Klaus Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG: „Mit einem zweistelligen Wachstum beim Umsatz und beim Ergebnis bleiben wir nach drei Quartalen weiter auf Erfolgskurs. Damit sind die Weichen für ein Rekordjahr 2011 bei Rheinmetall gestellt.“

Rheinmetall-Konzern: Ertragskraft weiter verbessert
Der Umsatz der Rheinmetall AG liegt in den ersten neun Monaten 2011 mit 3.105 MioEUR um 385 MioEUR oder 14% über dem Vorjahreswert. Im gleichen Zeitraum konnte das EBIT des Rheinmetall-Konzerns von 173 MioEUR auf 203 MioEUR und damit auf einen neuen Höchstwert für die ersten neun Monate gesteigert werden. Die Ergebnisverbesserung entspricht einer Steigerung um 30 MioEUR oder 17% gegenüber dem Q3-Vergleichswert des Vorjahres. Der Konzernüberschuss beläuft sich im Berichtszeitraum auf 119 MioEUR und liegt damit um 19 MioEUR über dem Vorjahreswert. Das Ergebnis je Aktie beträgt 3,04 EUR, zum Vorjahresstichtag waren es 2,48 EUR.

Der Anteil der Auslandsumsätze erhöhte sich leicht auf 71% (Vorjahr 69%). Ende Juli 2011 hatte Rheinmetall bekannt gegeben, die Nachhaltigkeit der Zwei- Säulen-Strategie des Konzerns zu überprüfen und dabei die Möglichkeit eines Börsengangs der KSPG AG, die den Unternehmensbereich Automotive repräsentiert, zu untersuchen. Im Lichte der gegenwärtigen Instabilität an den Kapitalmärkten und der hohen Volatilität der Notierungen hält Rheinmetall die Voraussetzungen für einen Börsengang der Automotive-Sparte derzeit nicht für gegeben.

Defence setzt Wachstumskurs fort
Die Defence-Sparte erzielte in den ersten neun Monaten 2011 einen Umsatz von 1.370 MioEUR. Im Vergleich zum Vorjahr beträgt die Umsatzsteigerung 8% oder 106 MioEUR. Davon resultieren 29 MioEUR aus organischem Wachstum sowie 77 MioEUR aus dem Zukauf von Gesellschaften. Auch im laufenden Geschäftsjahr werden die Erlöse des laufenden vierten Quartals den größten Beitrag zum Jahresergebnis der Sparte leisten.

Der Auftragseingang im dritten Quartal 2011 beläuft sich auf insgesamt 450 MioEUR, was einen Zuwachs um 66 MioEUR gegenüber dem entsprechenden Dreimonatszeitraum des Vorjahres bedeutet. Insgesamt ist der Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2011 von kleinen und mittleren Aufträgen geprägt und bleibt mit 1.303 MioEUR um 165 MioEUR unter dem hohen Vorjahreswert von 1.468 MioEUR zurück.

Von Januar bis September 2011 erzielte der Unternehmensbereich Defence ein EBIT von 104 MioEUR und lag damit um 19 MioEUR unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Ungeplant hohe Projektkosten hatten das EBIT bereits im ersten Halbjahr einmalig mit 11 MioEUR belastet. Bereinigt um positive wie negative Sondereffekte liegt das EBIT nach drei Quartalen mit 117 MioEUR nur leicht unter dem Vorjahreswert von 123 MioEUR.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) weicht der Unternehmensbereich Defence mit 161 MioEUR nur geringfügig vom Vorjahr ab, in dem für die ersten neun Monate ein EBITDA von 164 MioEUR ausgewiesen wurde. Automotive: Umsatz steigt um ein Fünftel, EBIT nahezu verdoppelt Rheinmetall Automotive erzielte in den ersten neun Monaten 2011 Umsatzerlöse von 1.735 MioEUR und übertraf damit den Vorjahreswert um beachtliche 279 MioEUR oder 19%. Damit lag das Umsatzplus bei Automotive auch nach drei Quartalen klar über den Zuwachsraten der Automobilproduktion in den NAFTA-Staaten (+7,3%) und in Westeuropa (+5,6%). Gegenüber den Märkten der Triade (Westeuropa, NAFTA, Japan: zusammen -0,9%) fällt das Wachstum wegen des Einbruchs in Japan (-21,8%) noch deutlicher aus.

Diese positive Entwicklung wird von allen Geschäftsbereichen der Sparte getragen und erklärt sich neben der weiterhin guten Konjunkturlage im weltweiten Automobilsektor auch aus einer Reihe von Produktneuanläufen. Insgesamt profitiert Automotive dank seiner zukunftsorientierten Produktpalette vom starken Wachstum im Segment Antriebsstrang, das durch den sich weiter verstärkenden Trend zur Emissions- und Verbrauchsreduzierung getrieben wird.

Eine Rekordmarke setzt Automotive auf der Ertragsseite. Der Bereich weist ein EBIT in Höhe von 115 MioEUR aus und übertrifft damit das Vergleichsergebnis des Vorjahres um 52 MioEUR oder 83%.

Die EBIT-Rendite steigt damit für die ersten neun Monate auf 6,6%, nach 4,3% im Vorjahreszeitraum. Dies ist vor allem auf die erheblich verbesserte Kostenstruktur zurückzuführen, bei gleichzeitig erhöhten Produktionsstückzahlen.

Zwei chinesische Joint-Venture-Gesellschaften werden lediglich mit ihrem anteiligen Ergebnis (50%) at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Ihre Umsätze stiegen in den ersten drei Quartalen um 11% von 197 MioEUR im Vorjahr auf 219 MioEUR in 2011 und damit doppelt so stark wie das Produktionswachstum im chinesischen Markt, das sich auf 5,6% beziffert.

Ausblick: Rheinmetall präzisiert Jahresprognosen für 2011
Auf Basis der Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den ersten drei Quartalen 2011 präzisiert Rheinmetall die Gesamtjahresprognosen für 2011. Im Konzern erwartet Rheinmetall für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 4,4 MrdEUR. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine Umsatzsteigerung um etwa 400 MioEUR oder 10%. Zum Konzernumsatz wird der Unternehmensbereich Automotive ca. 2,3 MrdEUR beitragen. Für den Unternehmensbereich Defence wird mit einem Umsatz von rund 2,1 MrdEUR gerechnet; was leicht unterhalb der bisherigen Prognose von 2,2 MrdEUR liegt.

Auf Basis der angepassten Umsatzprognose für den Unternehmensbereich Defence prognostiziert Rheinmetall für das Geschäftsjahr 2011 nunmehr ein EBIT zwischen 340 MioEUR und 360 MioEUR. Für den Unternehmensbereich Automotive wird ein EBIT zwischen 140 MioEUR und 150 MioEUR erwartet. Für den Unternehmensbereich Defence rechnet Rheinmetall für das laufende Geschäftsjahr mit einer Umsatzrendite von über 10% und einem EBIT zwischen 220 MioEUR und 230 MioEUR.

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