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Schwere mechanisierte Kräfte des Heeres

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Sachstand und Perspektiven

Von Hauptmann Matthias Kurth, Amt für Heeresentwicklung II 1 (1)

Russlands Angriff auf die Ukraine stellt politisch eine „Zeitenwende“ dar, so Bundeskanzler Olaf Scholz am 24. Februar 2022 vor dem Deutschen Bundestag. Ein konventioneller zwischenstaatlicher Angriffskrieg in Europa mit dem Ziel, die ukrainischen Streitkräfte zu zerschlagen und ukrainisches Territorium zu nehmen. Die russischen Streitkräfte tragen den Angriff mit schweren mechanisierten Kräften vor. Die Zeit großflächig vorgetragener Angriffe mit Kampf- und Schützenpanzern unterstützt durch gepanzerte Kräfte der Kampf- und Einsatzunterstützung schienen vorbei zu sein. Haben doch die Charakteristiken der Konflikte in Syrien (ab 2011), Ukraine (2014) und Bergkarabach (2020) die Verwundbarkeit mechanisierter Kräfte durch neue Technologien und Wirkmittel, z .B. Drohnen, auf dem Gefechtsfeld deutlich gemacht. Das Bedrohungsspektrum für schwere mechanisierte Kräfte hat sich deutlich erweitert und war oftmals der ausschlaggebende Punkt für kritische Diskussionen. Im Zentrum der Diskussion stand der Kern der schweren mechanisierten Kräfte, die Panzertruppen. Die Kernaussagen hinsichtlich des Gefechtswertes dieser Kräfte polarisierten von zunehmender Untauglichkeit der Panzertruppen bis hin zur Feststellung, dass trotz neuer Bedrohungen nur mit Panzertruppen überhaupt eine Überlegenheitssituation zu erreichen sei. Neben neuen Technologien und Wirkmitteln gilt es vor allem, die technische Weiterentwicklung potenzieller Gegner nicht außer Acht zu lassen.

Bild 1 Leopard A7V Bw

Leopard 2 A7V während der taktischen Einsatzprüfung (Foto ©Bw)

Im Zuge einer umfassenden Modernisierung der russischen Panzertruppe wurde mit dem T-14 Armata nicht nur ein neuer sehr leistungsfähiger Kampfpanzer (KPz) entwickelt, es wurden und werden auch Tausende Kampfpanzer älterer Versionen (T-72, T-80, T-90) modernisiert, die den derzeitigen westlichen Kampfpanzern mindestens ebenbürtig sind. Dies hat zur Folge, dass die Quantität der russischen Kampfpanzer nun nicht mehr alleine durch die Qualität der Kampfpanzer auf Seiten der NATO kompensiert werden kann. Daher ist es zur Vermeidung einer fortschreitenden Fähigkeitsdegression unabdingbar, dass es in der westlichen Panzerentwicklung weitere qualitative Entwicklungen geben muss, die die derzeit hohe Quantität der russischen Panzertruppe wieder technologisch ausgleichen können.

Den ganzen Beitrag finden Sie in der aktuellen Ausgabe des HHK.

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